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eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 1
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9 . Jahrgang · A u s g a b e 4 · April 2011 · Heftpreis
6.www.firstclass-online.com Management-Magazin für Hotel und Restaurant
WELLNESS KAFFEE & TEE Me-Time in Short-Time: Auszeitler suchen
Wellness BERUFSMODE & WÄSCHE Der Markt explodiert: Hohe Neue
Kaffeekultur fordert eine neue Vielfalt und Qualität FOOD & BEVERAGE
Baumwollpreise, teure Kleider? HOTELMARKT Leicht, natürlich, fruchtig:
Die neuen Desserts 2011 sind da! HOTELERÖFFNUNG Die Hotellerie schwelgt
im Plus: Hält die Aufholjagd an? Steigenberger zieht in eine der ersten
Adressen von Leipzig
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HELSYNKI Edles Design, exklusive Vielfalt! Mit der Gourmet Linie von
Staatl. Fachingen im edlen Facetten-Design bietet Staatl. Fachingen
Mineralwasser-Genuss auf höchstem Niveau. Eine exklusive Vielfalt in
drei attraktiven Sorten MEDIUM, STILL und NATURELL und diese in den
Gastronomie-Gebinden 0,25l, 0,5l und 0,75l. Da bleiben beim Geschmack
und den Einsatzmöglichkeiten keine Wünsche offen. Abgerundet wird das
Angebot durch hochwertige Gastronomie-Ausstattung, die der Qualität der
Gourmet Linie in nichts nachsteht. Darüber hinaus wird die Marke
kontinuierlich kommunikativ und durch individuelle Maßnahmen für die
Hotellerie und Gastronomie unterstützt. Teil der Markenphilosophie ist
es, das Preis-Premium konsequent zu pflegen, um attraktive Margen
garantieren zu können. Rufen Sie an, wir freuen uns auf Sie:
07331/201-0. fachingen.de
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BERUFSFELD POLITIK Hotelier... Minister ? G ute Zahlen machen glücklich
das konnte man selten so eindrucksvoll wie auf der diesjährigen ITB
beobachten. 12 % mehr Umsatz hier, 15 % mehr Übernachtungen da, neue
Projekte soweit das Auge reicht. Gerade Deutschland scheint derzeit das
Glück der Investitionstüchtigen gepachtet zu haben, und der allgemeine
Dank gilt dabei einhellig auch der guten, jungen Mehrwertsteuersenkung.
Für sie und andere Konjunkturhelfer hatte die Politik in einem lichten
Moment die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen auch wenn dabei
zumindest moralisch die Hotellerie noch lange als Buh-Mann herhalten
muss. Aber was soll's! In diesen Tagen kann man sich ohnehin auf nichts
mehr verlassen. Spätestens ein geplanter Tiefbahnhof im Ländle, Libyen
und Japan haben alles kräftig durcheinander gewirbelt. So werden die
Ultraschwarzen von heute auf morgen ohne ihren Ex-Doktor grün, die
Schwarzen haben plötzlich furchtbare Angst vor Atomstrom, und die Gelben
wissen zur Zeit gar nicht mehr, kann noch mehr Angst schaden oder
helfen. Grün ist die Hoffnung sagen sich also viele genervte Wähler
und hieven die Roten gleich mit in die Verantwortung. Wen wundert's,
dass man in diesen Stunden die ,,Tagesschau" schon mal mit dem
,,Scheibenwischer" verwechseln kann. Verdrehte Welt, alles auf Anfang,
Haben Sie bereits unsere komplette Ausgabe im Internet entdeckt? Schauen
Sie mal hinein unter www.gastroinfoportal.de. Sind Sie schon unser Fan
auf Facebook bei ,,First Class Magazin"? www.facebook.com Sylvie Konzack
Stv. Chefredakteurin mag man da ausrufen. Neue Politikerperspektiven
braucht das ganze Land! Haben Sie nicht Lust? L ehrer machen es, Ärzte
auch, und Juristen sowieso etliche von ihnen gehen in die Politik.
Warum nicht auch mehr Hoteliers? Sie wissen, wie man mit einem Stab an
motivierten Mitarbeitern Menschen höflich behandelt und jeden Wunsch von
den Augen abliest. Sie wissen, wie man bei den Gästen (gleich Wählern)
für eine gesunde Mahlzeit ein höheres Preisbewusstsein schaffen kann und
wie man sie z. B. per Wellnessprogramm gesund erhält und das bei
einem Betrieb, der sich rechnet. Man könnte dies beliebig weiterführen:
Abgesehen von gewohnten unorthodoxen Arbeitszeiten, haben viele von
Ihnen im Ausland einige diplomatische Erfahrungen sammeln können.
Bewertungen auf diversen Plattformen schocken Sie schließlich schon
lange nicht mehr. Wer will noch behaupten, dass Hoteliers weniger als
manch andere für die Ressorts Wirtschaft, Arbeit, Verbraucherschutz oder
Gesundheit qualifiziert sind? Wenn Sie eine ,,Kulturförderabgabe"
zahlen müssen, empfehlen Sie sich laut mancher Kommunenlogik sowieso für
das Kultusministerium. Aber ich meine es ernst. Hoteliers müssen
naturgemäß häufig mit der Stadt und Unternehmen verhandeln. Fernab von
der vielgescholtenen Lobbyarbeit könnten sie in der Politik beweisen,
dass sie mit Herz und Verstand die Interessen verschiedener Gruppen
vertreten können. Denken Sie mal darüber nach! Und geben Sie Bescheid!
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INHALT First Class 4/2011 12 Sommer-Desserts 34 Neue Wellness-Studie 10
Kevin Fehling 18 Steigenberger Grandhotel Handelshof 24 Romantik Hotel
Sackmann BRANCHENFOKUS Hotel-News: Neuigkeiten aus der Hotellerie und
Spitzengastronomie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Mitmenschen
& Karrieren: Wer, warum, wohin . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. 47 HOTELMARKT Zahlen 2010/2011: Die Übernachtungszahlen,
Zimmererträge und Nettoumsätze sind kräftig gestiegen Optimismus ist
in die Hotels zurückgekehrt. Starkes Aufholen. . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . 20 Hotelzahlen und Fakten . . . . . . . . . . . . . . .
. 21 FOOD Desserts der Saison: Obst, Gemüse und Gewürze erobern derzeit
immer häufiger die Patisserie-Bereiche in Hotels. Süße Leichtigkeit. . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 HOTELERÖFFNUNG Steigenberger
Grandhotel Handelshof: Steigenberger lässt sich in einer der ersten
Adressen Leipzigs nieder. Ein Haus für Leipzig. . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . 18 KAFFEE & TEE MANAGEMENT Berufsmode & Mietwäsche:
Der sinkende Baumwollvorrat und rekordverdächtige Marktpreise stellen
die Textilhersteller und Leasing-Unternehmen auf die Probe. Avancieren
Berufsmode & Co. jetzt zum neuen Luxusgut? Teure Kleider? . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Flexible Wäsche . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . 42 Passion nach Maß . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . 43 Mehr als nur Kaffee: Mit dem Comeback der Kaffeekultur
steigen die Ansprüche der Gäste in Hotels und Restaurants kreative
Kaffeekonzepte liefern hier die gewünschte Qualität. Qualität in der
Tasse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Harmonie in Kaffeebraun. .
. . . . . . . . . . . . . 29 Grenzenlos tagen . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . 30 Espresso... und Abflug . . . . . . . . . . . . . . .
. . 32 Kaffee mit Bergblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
KARRIEREGIPFEL Kevin Fehling: Von Spitzenköchen geprägt ist der
33Jährige zum jüngsten Zwei-Sterne-Koch Deutschlands avanciert. Der Mann
mit Handschrift . . . . . . . . . . . . . . 10 Beilagenhinweis: Der
gesamten Auflage liegt eine Beilage von Kaffee Partner, Wallenhorst,
bei. Wir bitten um freundliche Beachtung. 4 4/2011
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verführen ... Lassen Sie sich 40 Berufsmode & Mietwäsche 20
Hotelmarkt 2010/2011 26 Neue Kaffeekonzepte WELLNESS
Wellness-Hotels-Deutschland: Mehr Auszeit, mehr Wellness . . . . . . . .
. . . . . 34 In fremden Spas: Peter Droessel hat exklusiv für
FIRSTCLASS das Yavanna Spa im Alpenhof Murnau getestet. Klein, fein, gut
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 HOTELPORTRÄTS
Hotel Sturm, Mellrichstadt: Mit dem ersten BIO-Hotel der Region gibt
Familie Schulze Dieckhoff in Sachen grünem Denken jetzt den Ton in der
Rhön an. ,,Sturm" in der Rhön. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
16 Romantik Hotel Sackmann, Baiersbronn: Gourmetkoch Jörg Sackmann
beweist sein Können als Meister der Aromen nicht nur in der Küche,
sondern auch im Wellnessbereich. Jongleur der Aromen. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . 24 ... zu Ihrem Hotelportrait in unserem Reise- und
Gourmet-Magazin Zum Titel: Viele neue Kaffeeautomaten geben den Gästen
auch die Möglichkeit, sich selbst zu bedienen. Der Titel wurde uns
freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: WMF AG Eberhardstraße
73312 Geislingen/Steige Tel: (07331) 25 72 57 Fax: (07331) 25 72 97
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Markt & Trend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
44 Schulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. 48 Top-Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
49 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
50 Verbreitete Auflage 120.000 Exemplare* Ihr Portrait kommt aus der
Feder der Ihnen bestens bekannten FIRST CLASS-Redaktion! Nutzen Sie
unser Magazin als Kontakt zu 300.000** potenziellen Gästen. Ihr
Interesse ist geweckt? E-Mail genügt an: muc@blmedien.de * ist
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BRANCHENFOKUS Accor Die Event Hotels haben das Ibis Hotel in Malmö
erworben und damit ihr Portfolio in Schweden auf 18 Häuser erweitert.
Die 225 Zimmer sowie öffentlichen Bereiche sollen nun umfassend saniert
werden. Zum zweiten Mal erhielt das Mercure Hotel Hamburg City, das über
187 Zimmer verfügt, den Primo Award. neuen Design präsentieren. Bis
2015 will die Gruppe mit insgesamt 30 Häusern auf dem internationalen
Markt Flagge zeigen. Relais du Silence Die SEH (Société Européenne
d'Hôtellerie), die bisher die Marken Inter-Hotel, P'tit Dej-Hotel und
Qualys-Hotel unter einem Dach vereint, und die Relais du Silence
fusionieren jetzt unter dem Namen SEH. Die europäische Gruppe
unabhängiger Hotels umfasst damit nun vier Marken mit 544 Häusern im
Ein- bis Vier-Sterne-Segment. Eine Kombination aus Eleganz und
VintageDesign: In den Zimmern des H10 Berlin Ku'damm setzen
Pop-Art-Bilder Akzente. Arcona Hotels & Resorts Seit März 2011
betreiben die Arcona Hotels & Resorts das mo.hotel in Stuttgart,
Vaihingen. Der Direktor des Vier-Sterne-Businesshotel mit 124 Zimmern
und zehn Apartments bleibt Jürgen T. Böck. Rezidor Bis zum 1. Juli 2011
entsteht in der 37. Etage des Park Inn Berlin-Alexanderplatz der 730 m2
große, verglaste Tagungs- und Veranstaltungsbereich ,,Panorama 37" mit
360°-Rundumblick. Zusätzlich zu den drei bisher bestehenden gibt es dann
sieben weitere Tagungsräume. Im Park Inn Hannover sind die
Renovierungen von 54 der 150 Gästezimmern abgeschlossen. Für sein
umweltgerechtes Wirtschaften erhielt das Radisson Blu Hotel &
Conference Centre, Salzburg das Österreichische Umweltzeichen für
Tourismusbetriebe. Balladins Superior Hotels Um ihre Mitarbeiter an den
zehn deutschen Standorten zu fördern, hat Balladins Superior Hotels für
2011 einen Vertrag mit dem IFH® Institute For Hospitality abgeschlossen.
Neben Schulungen in den Hotels sollen auch die Mitarbeiter selbst
Seminare besuchen. H10 Hotels Die spanische Hotelkette H10 hat gerade
unweit des Berliner Kurfürstendamm ihr erstes deutsches Hotel eröffnet.
Das H10 Berlin Ku'damm hält 163 Deluxe Zimmer, je sieben Juniorsuiten
und Suiten, 18 Superior Lofts sowie vier Duplex Lofts parat. Das
Vier-SterneSuperior-Hotel wurde von dem Architekturbüro Kleihues +
Kleihues konzipiert und ist in einem früheren Schulgebäude
untergebracht. Berlin Das ,,Haus der Begegnung" in Berlin-Wilmersdorf,
das zum Verband Christlicher Hoteliers gehört, firmiert seit Januar als
Hotel Carolinenhof. 2011 feiert es sein 35-jähriges Bestehen. Cochem Im
Cochemer Hotel Karl Müller wurde der Service Mitte Februar mit dem
Qualitätssiegel der Stufe II ausgezeichnet. Damit ist das
Drei-Sterne-Superior-Haus eines von 18 touristischen
Dienstleistungsunternehmen in RheinlandPfalz mit einer so hohen
Bewertung. Mandarin Oriental Hotel Group Im März fand im Mandarin
Oriental Munich der Auftakt zum Nobu Matsuhisa-Gastspiel mit dem
Köche-Team aus dem Nobu Matsuhisa-Restaurant ,,Matsuhisa Mykonos" statt.
Das Gastspiel, bei dem die sieben Köche jeden Abend das Nobu Matsuhisa
Signature Omakase Sechs-Gang-Menü kreierten, wurde zum ersten Mal in
Deutschland ausgetragen. Ringhotels Mit dem Schlosshotel Schkopau, dem
Hotel Badehof in Bad Salzschlirf und dem Landhotel 3 Kronen in Adelsdorf
sind bisher 2011 zwei Vier- und ein Drei-Sterne-Privathotel den
Ringhotels beigetreten. In der Neuauflage des Hotelführers ReisePlaner
gibt Ringhotels Tipps für Kurzurlaube in ganz Deutschland. Dormero Zum
1. April 2011 wurde das Dresdner Hotel Königshof in Dormero Hotel
Königshof Dresden umbenannt. Im Laufe des Jahres soll das Haus technisch
und innenarchitektonisch auf den neuesten Stand gebracht werden.
Sandals Resorts International Zum ersten Geburtstag des Sandals Emerald
Bay, Bahamas investiert Sandals Resort International weitere Millionen
Dollar in 66 neue Zimmer, zwei neue Restaurants, eine neue Golf-Lounge
und eine neue Bewässerungsanlage für den Greg Norman-Golfplatz.
Pentahotels Pentahotels heißt mit dem ehemaligen Falkensteiner Palace
Hotel in Wien sowie einem Haus in Peking zwei neue Häuser willkommen.
Ersteres wird sich ab Sommer 2011 mit einem 6 4/2011 Foto: H10 Berlin
Ku'damm
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BRANCHENFOKUS HGK Starker Start ins Jahr Nach einem Umsatzplus von 21 %
in den ersten beiden Monaten 2011 und 100 neuen Mitgliedern blickt der
HGK-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Schmidt positiv in die Zukunft: ,,Die
Resonanz auf unser Informations- und Beratungsangebot auf der Internorga
hat alle Erwartungen übertroffen." Unter dem Motto ,,Gemeinsam
Zukunftstrends erleben" präsentierte die Einkaufsgenossenschaft u. a.
Web 2.0-Anwendungen wie die HGK-App: Mitglieder konnten am ca. 500 m²
großen Messestand im Expertendialog individuelle App-Lösungen für ihren
Betrieb konzipieren und ihre Unternehmens-App in Auftrag geben. Zudem
standen die Einkaufsgruppen 50plus und BestPrice, die
Kreditorenmanagement-Lösung HGK BackOffice und der Themenbereich ,,Bio
und Grüne Alternativen" im Fokus. www.h-g-k.de Fotos: HGK, Franke Coffee
Systems, Hotelfachschule Pegnitz Franke Coffee Systems Hotelfachschule
Pegnitz Spende an UNICEF Im Rahmen des Jubiläums hat Franke Coffee
Systems auf der Internorga eine Spende über umgerechnet ca. 23.000 an
das Unicef-Programm für eine verbesserte Trinkwasserversorgung in
Äthiopien übergeben. Franke-Inhaber Michael Pieper überreichte diese
sowie als Geste auch eine Special-Edition Pura-Maschine im Unicef-Design
an Eric Mayer, Leiter Firmenkooperationen Unicef Deutschland.
www.franke.de 24 neue Hotelbetriebswirte hat die Hotelfachschule Pegnitz
im Februar mit einem Gala-Abend ins Berufsleben entlassen. Geplant von
der Grundstufenklasse, stand die Feier mit ca. 150 Gästen unter dem
Motto ,,L'ultimato serale der letzte gemeinsame Abend" und wartete mit
einem Fünf-Gänge-Menü unter dem Mafiathema auf. Die verabschiedete
Klasse hatte eine zweijährige Ausbildung absolviert.
www.hotelfachschule-pegnitz.de Mafiatreffen in Pegnitz? R Ein Meer an
Vielfalt für jeden Geschmack: In unserem umfangreichen Fisch- und
Seafood-Sortiment finden Sie einfach alles für maritime Genüsse. Ob
fangfrisch, tiefgekühlt, von Meisterhand geräuchert oder als praktisches
Convenienceprodukt. In unserem gesamten Vollsortiment erwartet Sie
stets Vielfalt pur. Und das in allen Produktbereichen. EWE-Foodservice
GmbH Wilhelm-Theodor-Römheld-Str. 18 I 55130 Mainz Tel: 06131/ 502-0 I
kontakt@rewe-foodservice.de Info und Online-Bestellung:
www.rewe-foodservice.de
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BRANCHENFOKUS VDP Rückenwind für dt. Wein Am 17. und 18. April steht
die Fachmesse für Deutsche Spitzenweine, die VDP-Weinbörse in Mainz, für
ihre Besucher offen. Ein internationales Fachpublikum nutzt alljährlich
diese Schlüsselmesse für Riesling, um sich am Markt der deutschen
Spitzenweine zu orientieren. Für die VDP-Winzer ist die Weinbörse ein
wichtiger Handelsplatz für ihre Geschäfte mit den Weinprofis, den
Händlern, Sommeliers und Gastronomen weltweit. ,,Mit einem so
interessanten Jahrgang wie 2010 wird diese größte Fachmesse für Deutsche
Spitzenweine noch mehr Rückenwind für die weltweite Renaissance des
deutschen Weines geben", erklärt Steffen Christmann, Präsident der VDP
Prädikatsweingüter. www.vdp.de Wir wünschen einen erfolgreichen Start!
Eröffnet haben: Landhaus Lösch für Freunde Hornbach Little Paris Hotel
Frankfurt JW Marriott Tripoli Tripolis/LAR Adina Apartment Hotel
Hackescher Markt Berlin Holiday Inn Express Frankfurt City Hauptbahnhof
Frankfurt Best Western Laguna Beach Mauritius Mauritius/MS Golden Tulip
Sovereign Bangkok/T Raffles Praslin Seychelles Seychellen/SY The
Ritz-Carlton, Hong Kong Hong Kong/CN 02/2011 02/2011 02/2011 03/2011
03/2011 03/2011 03/2011 03/2011 03/2011 Eröffnen werden: JW Marriott
Hotel Cannes Cannes/F Frühjahr 2011 Courtyard Wiesbaden Nordenstadt
Hotel Wiesbaden Juni 2011 Hotel Campo dei Fiori München Mitte 2011
Mandarin Oriental, Paris Paris/F Sommer 2011 Waldorf Astoria Sevilla at
la Boticaria Sevilla/E Sommer 2011 H'Otello Berlin Berlin September 2011
Hyatt 48Lex New York/USA 2011 Angelo Hotel München II München Ende 2012
Urzinger, Sofitel Munich Bayerpost Matratzen für den guten Zweck Rund
700 neuwertige Matratzen im Wert von ca. 15.000 hat das Sofitel Munich
Bayerpost in München mit Urzinger Textilmanagement an die Afrikahilfe
und das Asylbewerberheim in Landshut gespendet. Das Hotel hatte sich an
den Textildienstleister, der seit langem zahlreiche Hilfsprojekte
begleitet, gewandt und Urzinger stellte den Kontakt zu beiden
Institutionen her und übernahm die Logistik. Für beide Unternehmen sei
die Spende Teil der Verantwortung gegenüber ausländischen Mitbürgern.
www.sofitel.com, www.urzinger.de Internationale Fachhochschule Bad
Honnef · Bonn Reger Austausch Mitte März öffnete die Internationale
Fachhochschule Bad Honnef · Bonn am Standort in Bad Reichenhall ihre
Pforten für Interessierte. Künftige Studenten konnten sich so auf dem
Campus über das Studienangebot mit den Schwerpunkten im Hotel- und
Tourismusmanagement informieren. Auf dem Plan standen unter anderem
Präsentationen über die Studieninhalte, Schnuppervorlesungen,
Erfahrungsberichte sowie Informationen zu späteren Jobchancen. Zum
ersten Mal gab es dabei die Möglichkeit, die obligatorische
Aufnahmeprüfung abzulegen. Weitere Infos unter www.iubh.de. Neu:
HoneyMat Honig-Dispenser mit 700g Quetschflasche - einfachste Handhabung
- tropffreier Betrieb - mit einer oder drei Zapfstellen Honig-Hof Göken
· 26169 Thüle Tel. 04495/1213 · Fax 415 www.goeken-dispenser.de
Euro-Toques Deutschland GmbH Fürstlicher Gourmetführer Auf über 540
Seiten stellt der Restaurantführer ,,Der Metternich" die besten
Restaurants vor, in denen Gourmet-Menüs und Gerichte mit der Wein- oder
Sektkarte korrespondieren. Über ein Dutzend von World-Toques/Euro-Toques
ausgezeichnete Sterne-Restaurants und ihre -Köche finden dabei allein
Erwähnung. EuroToques Deutschland Präsident Ernst-Ulrich W. Schassberger
sieht sich in der Philosophie seines Unternehmens und der Umsetzung
durch die Sterne-Restaurants bestätigt: ,,Mit dem Kochen allein findet
man nicht hinein ins Buch! Dass unsere Sterneköche hervorragende Meister
ihrer Kunst sind, ist klar. Dass alle ohne Chemie, künstliche Aroma-
und Geschmacksstoffe kochen und den Verbrauchern nur Bestes und Echtes
servieren, ist unsere Philosophie. So verhält es sich natürlich auch mit
den angebotenen Getränken." Im Restaurantführer findet man die
Euro-ToquesZugehörigkeit der Restaurants unter der Rubrik
Mitgliedschaft. www.eurotoques.org www. .de 4/2011 8 Fotos: VDP,
Urzinger Textilmanagement, Tre Torri Verlag
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Siegerlächeln in Berlin Die Gäste haben entschieden: ,,Die beliebtesten
Hotels" Deutschlands 2010 wurden aus 44.659 Bewertungskarten der EHF
Hotel Marketing gewählt und kürzlich in Berlin bekanntgegeben. D ieser
Preis ist eine ganz besondere Auszeichnung für uns, weil er von Gästen
und nicht von einer Fachjury verliehen wird", freut sich Marco Oelkers
vom Hotel Romantischer Winkel in Bad Sachsa. In der Kategorie Fünf
Sterne hat es das Hotel zum wiederholten Mal unter die Top 3 geschafft
und erhält daher außerdem den Gold-Award. ,,Einzig und allein der Gast
entscheidet, wie wohl er sich in einem Hotel gefühlt hat. Daraus ergibt
sich ein viel umfassenderes Urteil als bei vielen anderen Wettbewerben,
denn es zählt das Ganze. Wir danken unseren Gästen für das Lob und die
Auszeichnung", betont Marco Oelkers. Die EHF Hotel Marketing GmbH
veranstaltet jährlich die Prämierung. ,,2010 wurden 352 Hotels bewertet,
davon 304 nominiert", erklärt der Geschäftsführer Norbert Meyer. ,,Das
kleinste hat acht Zimmer, das größte 553." Mit Hilfe von Wahlkarten
bewerten die Gäste Kriterien wie den Gesamteindruck, die Hygiene und
Sauberkeit, Freundlichkeit des Personals, den Service, das Ambiente,
Preis-Leistungsverhältnis und die Zimmerausstattung. Zusätzliche Fragen
wie die nach einer Weiterempfehlung, Wünschen oder die Art der Buchung
liefern den Hotels wichtige Hinweise für ihre Aktivitäten. Die
Auswertung dieser Sonderfragen ergab z. B., dass Videos und konkrete
Informationen besonders wichtig seien und klassische Medien an Bedeutung
verlieren, so Norbert Meyer. Der Anteil der Buchungen, die direkt über
das Hotel vorgenommen werden, dominieren die Internetbuchungen. 100
%-ige Identifikation Die Prämierung ,,Der beliebtesten Hotels" erfolgt
in den Kategorien von zwei bis fünf Sternen. Sieger und beliebtestes
Hotel unter den Fünf-Sterne-Destinationen ist das Schloss Hubertushöhe
in Storkow. Direktor Marc Debourdon de Grammont erklärt: ,,Aus unserer
Sicht reflektiert das Ergebnis die hohe Kundenzufriedenheit im Haus,
erreicht durch kontinuierliche Schulungen und Trainings der Mitarbeiter,
klar definierte Ziele im Haus und dadurch, dass die Mitarbeiter sich zu
100 % mit dem Haus identifizieren." Das Schlosshotel zählte bereits in
den Vorjahren zu den Top 3 in seiner Kategorie und erhält deshalb
ebenfalls den Gold-Award. Den zweiten Platz erreichte das Göbel's
Schlosshotel Prinz von Hessen in Friedewald, gefolgt vom Hotel
Romantischer Winkel in Bad Sachsa. In der Kategorie vier Sterne gelang
dem Landhaus Helmboldt in Bad Sachsa Platz 1. Den zweiten Platz belegte
das Hotel Forsthaus Auerhahn in Baiersbronn, das sich bereits in den
Vorjahren unter den Top 3 seiner Kategorie behauptete. Das Hotel Der
blaue Reiter in Karlsruhe schaffte es auf den dritten Platz. Sieger in
der Drei-SterneKategorie ist das Hotel Maison Suisse in Karlsruhe.
Danach folgen das Hotel Haus Wiesengrund in Winterberg und das Haus Am
Ellernteich KomfortHotel Garni in Rastede. Im Zwei-Sterne-Bereich
überzeugte das Hotel Zur Linde in Kirchlinteln. Auf Platz 2 schaffte es
das Berghotel Wiesemann in Winterberg, gefolgt vom Hotel Diana in
Ruhpolding. Insgesamt wurden 100 Hotels ausgezeichnet. Informationen
dazu unter www.beliebtestehotels.de. Heike Sievers · Hotel-TV · Minibar ·
Pay-TV · SAT Foto: Sievers IPTV/Hotel-TV · Sat-Anlagen · Minibar ·
Safes Türschließsysteme (Kauf, Finanzierung, Vor-Ort-Service) TV &
W-LAN ohne Eigenkapitaleinsatz bei Abschluss eines
Pay-TV-Betreibervertrages Telefon 0800-981 7900 (kostenfrei) Eichberg
HOTELMEDIEN GmbH Süd (deutschlandweit) 4/2011 www.hotelmedien.de 9
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Der Mann mit Handschrift Zu lange sollte man während der Ausbildung
nicht bei einem Spitzenkoch bleiben, um eine eigene Handschrift zu
entwickeln, ist Kevin Fehling überzeugt und scheint Recht zu haben: Ende
2010 hatte der Chefkoch im Columbia Hotel Casino Travemünde den zweiten
Stern erhalten und avancierte zum jüngsten Zwei-Sterne-Koch
Deutschlands. K evin Fehling sitzt in der Lobby vor seinem Restaurant La
Belle Epoque im Columbia Hotel Casino Travemünde und weiß nicht, wann
der Tester für den Guide Michelin da war und ihm schließlich Ende
letzten Jahres den zweiten MichelinStern beschert hat. ,,Michelin gab
eine Pressemitteilung heraus. Wir selbst wurden durch einen Anruf der
Lübecker Nachrichten informiert und überrascht", erinnert er sich.
,,Sie brachten die Neuigkeit gleich auf der Titelseite. Das war
großartig!" Als 33Jähriger war er damit zum jüngsten ZweiSterne-Koch
Deutschlands avanciert und hatte wirklich nicht damit gerechnet, denn
erst vor drei Jahren hatte er den ersten Stern erkocht. ,,Ich war noch
dabei, mich über den ersten zu freuen und auch über das, was ich in
meinem Alter schon erreicht habe. Und ich wollte noch besser werden. Nun
freue ich mich über den zweiten Stern und sehe auch ihn als
Herausforderung für die Arbeit in unserem Team." Das Wort ,,wir" benutzt
er oft, und er spricht viel von seinem Team im Hotel Columbia, dem
Fünf-Sterne-Superior-Haus in der Kaiserallee in Travemünde. Im Gegensatz
zu hier gehe es für ihn in vielen anderen Küchen ähnlich wie bei der
Bundeswehr eher hierarchisch zu, was sinnvoll sei, damit alles
funktioniert, auch wenn sich innerhalb von Mi- nuten eine Lage komplett
ändert. Doch warum in vielen Küchen der Ton so rau und der Jargon so
primitiv sei, versteht er nicht und möchte nie so kochen. Sein großes
Vorbild ist Harald Wohlfahrt so ruhig, konzentriert und diszipliniert
wie bei ihm sollte es in einer Küche zugehen. ,,Wir haben hier, bei
aller Anspannung, die auch mal bei uns aufkommt, ein solch gutes
Arbeitsklima. Und wir haben Spaß an unserer Arbeit. Man verbringt eben
oft mehr Zeit mit den Mitarbeitern als mit dem Ehepartner." Keine
Plagiate Kevin Fehling beherrscht die Grundtechniken der klassischen
Nouvelle Cuisine. Er perfektioniert und interpretiert sie. Dabei wird er
sehr kreativ und lässt in Kompositionen wie Entenbrust mit kleinen
Kirschkuchen, Mon-Chéri-Saft und einer Tasse mit Kräutercrème und
Entenragout internationale Einflüsse zur Geltung kommen, er beweist Mut
zur scheinbaren Widersprüchlichkeit und zur eigenen Handschrift.
,,Wenn ein Gericht von einem Sterne-Koch auf dem 10 4/2011 Fotos:
Columbia Hotel Casino Travemünde
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KARRIEREGIPFEL Teller liegt, muss es eine eigene Handschrift tragen",
ist er überzeugt. ,,Es gibt neun Drei-Sterne-Köche in Deutschland. Ich
könnte jeden sofort anhand seiner Gerichte identifizieren und sofort
sagen, welches Gericht von wem ist, wenn ich es auf dem Teller sehe." Um
nicht zu sehr von dem Stil eines ausgezeichneten Kochs geprägt zu
werden, ist Kevin Fehling nie länger als ein Jahr in der Ausbildung bei
einem SterneKoch geblieben. Oberste Priorität war es, so viel wie
möglich zu lernen und sich inspirieren zu lassen, jedoch nie zu
kopieren. Es gibt viele Köche, die lange bei Drei-SterneKöchen waren
zu lange vielleicht, denn es fällt ihnen schwer, ,,eigene" Gerichte mit
einer eigenen Handschrift auf den Teller zu bringen, meint er. Doch
vielleicht ist es auch so, dass viele zwar sehr gute Köche sind, ihnen
aber bei allem Handwerk die nötige Kreativität fehlt. Auch das Talent,
Menschen zu führen, gehöre zu einem Spitzenkoch. Man müsse ein Team
aufbauen und zusammenhalten können. Dass er das kann, hat Kevin Fehling
längst bewiesen. Seine Ausbildung machte der gebürtige Delmenhorster im
Hotel Thomsen in seinem Heimatort. Nach seiner Bundeswehrzeit war er
unter anderem Commis de Cuisine im Parkhotel in Bremen, dann ging er an
Bord der MS Europa, wo er bereits nach einem halben Jahr Chefkoch des
Gourmet-Restaurants Venezia wurde. Als man ihm anbot, stellvertretender
Küchenchef aller Restaurants an Bord zu werden, lehnte Kevin Fehling ab.
,,Es war ein tolles Arbeiten auf der MS Europa. Doch ich wollte schon
immer First Cook, also Küchenchef in einem feinen Dining-Restaurant
sein." Zurück an Land arbeitete er daher in Hamburg im Restaurant
Wollenberg, danach als Sous-Chef beim Sterne-Koch Wahabi Nouri im
Restaurant Piment, und anschließend reiste er erneut als Koch um die
Welt auf der MS Europa. ,,Und danach arbeitete ich beim Besten der
besten Köche, bei Harald Wohlfahrt in Baiersbronn. Er hat mich durch
seine Art zu arbeiten und mit Menschen umzugehen sehr geprägt", erzählt
er. Um nach so vielen Erlebnissen etwas zur Ruhe zu kommen und
,,irgendwo anzukommen", bewarb er sich schließlich 2004 in Travemünde im
Columbia und fing als 28-Jähriger dort an. ,,Damals war es noch ein
Vier-Jahreszeiten-Haus und hatte oft schlechte Kritiken für seine
Küche", erinnert er sich. Mit der Übernahme durch die Columbia Group
krempelte er alles um. Neues Porzellan, neue Gläser, eine neue Küche und
neue Mitarbeiter Kevin Fehling durfte alles selbst aussuchen. Das
Ehepaar Hosbein, das das Hotel leitet, steht fest hinter seinen
Entscheidungen. ,,Dann haben wir angefangen, hier groß aufzukochen. Es
folgte eine Auszeichnung nach der anderen. Wir wurden immer höher
bewertet." Gault Millau: 16 Punkte, Der Feinschmecker: Platz 3 beim
Aufsteiger des Jahres 2008, Drei Diamanten im Varta-Führer
Schlemmer-Atlas, Hotel & Restaurant Guide: Drei Kochlöffel und drei
Kochmützen, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Entdeckung des Jahres 2008
und bereits 2007 der erste Stern! 2010 folgte der zweite Stern im Guide
Michelin im La Belle Epoque im weniger als 100 km entfernten Hamburg
gibt es keinen einzigen Zwei-Sterne-Koch. Die Hamburger setzen sich in
ihre Autos und fahren ins Columbia nach Travemünde, um die sensationelle
Küche Kevin Fehlings zu erleben. ,,Ich wünsche mir, dass dieser Stern
unserem Haus gut tut und ihm noch mehr Gäste bringt. Was gibt es
Schöneres, als an einem solchen Platz am Meer zu essen, zu arbeiten
und zu leben?", meint Kevin Fehling lächelnd. ,,Ich fühle mich hier
angekommen." Anke Gebert 350 Tagungsgäste. 5 Minuten Kaffepause. Und
alle wollen jetzt einen Cappuccino. Geht nicht? Geht doch! Mit unserer
neuesten Cafitesse-Innovation können Sie Kaffee-Spezialitäten in nie da
gewesener Cafitesse-Qualität anbieten und zwar im großen Stil. Immer
exzellent, immer höchst effizient. 4/2011 11
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 12
Süße Leichtigkeit Nach dem Essen oder für den Heißhunger zwischendurch
eigentlich mag sie fast jeder: süße Desserts. Ein besonderes Augenmerk
liegt in dieser Saison nicht nur auf der außergewöhnlichen Kreation und
Präsentation, sondern vor allem auf der Leichtigkeit der süßen Sünden.
bestellen, was sie sehen", erklärt er. Markus Arnold, der Küchenchef des
Restaurant Meridiano im Berner Worldhotel Allegro, setzt auf die guten
alten Menüs, bei denen das Dessert integriert ist. ,,Dabei sind die
einzelnen Gänge hinsichtlich ihrer Größe so portioniert, dass man sich
nicht übersättigt fühlt, wenn die Nachspeise kommt." Mit dem Wunsch nach
einem leichten Genuss werden auch die Dessertoder Flying-Buffets in
dieser Frühlings- und Sommersaison wieder stärker nachgefragt werden.
,,Vor allem im Rahmen von Veranstaltungen geben die mundgerechten
Portionen dem Gast die Möglichkeit, verschiedenes auszuprobieren", weiß
Patrick Spies der Küchenchef im Gourmetrestaurant L'Etable im Romantik
Hotel Zum Stern in Bad Hersfeld. Für Daniela Krakow vom Radisson Blu
Schwarzer Bock Hotel in Wiesbaden zählt beim Dessert aber vor allem der
Darreichungszeitpunkt. ,,Wenn unsere Servicefachkräfte eine persönliche
Empfehlung aussprechen oder dem Gast die Karte reichen, sollte dies
immer vor der Kaffeebestellung erfolgen, denn Kaffee beeinflusst für
rund 30 Min. die Geschmacksnerven", erklärt die 24jährige Sous Chefin.
Back to the roots ,,Den Wunsch nach natürlichen, leichten Desserts bei
den Gästen setzen wir mit dem Verzicht auf künstliche Aromen und
Farbstoffe um", erklärt Daniela Krakow. Das Ergebnis im Schwarzen Bock
Hotel ist z. B. das Früchtekomposée Vanilla, bei dem frische
Sommerfrüchte und Bourbon Vanilleeis aufeinander treffen. Reynald Thivet
vom Radisson Blu 1835 Hotel & Thalasso in Cannes setzt vor allem
auf Bio-Eiscremes und fruchtige Smoothies. ,,Außerdem stehen z. B.
Eiskreationen wie Rosmarin-Lavendel auf der Karte." Der Gourmet-Koch
Jörg Sackmann bringt zusätzlich zum Obst Gemüse mit ins Spiel. ,,So
finden bei mir z. B. ein Fenchelsalat mit Apfelsorbet und ein
Basilikumgelee zueinander", beschreibt der Koch. Die Vorlieben in Sachen
Eisvariationen scheinen sich in Dubai laut Uwe Michels jedoch in die D
Langnese Food Service Hug Debic 12 4/2011 Fotos: Nestlé Schöller,
Langnese Food Service, Hug, Debic esserts sind eine gute Möglichkeit, um
die durchschnittliche Bonhöhe zu steigern oder Zusatzumsätze zu
generieren. ,,Ein ansprechendes Dessertangebot ist die beste
Voraussetzung, um die Tischgäste zu begeistern", betont Lena Brause,
Produktmanagerin im Bereich Desserts bei Nestlé Professional. Die
meisten Gäste entscheiden sich laut den Marktforschungen des
Unternehmens spontan für einen süßen Abschluss nach dem Hauptgang.
Deshalb reicht z. B. der Executive Chef Uwe Michels vom Radisson Blu
Hotel, Dubai Deira Creek bereits während des Dinners ein Tablett mit
Probehäppchen seiner Desserts. ,,Die Gäste neigen dazu zu
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 13
FOOD Nestlé Professional Foto: Nestlé Professional entgegengesetzte
Richtung zu entwickeln. ,,Beliebt sind schwere Eissorten mit Zutaten wie
Schokoladen- oder Caramelsirup. Der Mittlere Osten wird vorwiegend von
Marken wie Baskin Robbins und Häagen Dazs dominiert", berichtet der
Executive Chef aus dem Radisson Blu Hotel, Dubai Deira Creek. Patrick
Spies frischt hierzulande mit seinen Desserts gerne
Kindheitserinnerungen auf und kreiert z. B. sein eigen interpretiertes
,,Snickers". Herzhaft oder süß? Neben den süßen Klassikern sind auch dem
reizvollen Spiel zwischen Süß und Sauer weiterhin keine Grenzen
gesetzt. Die Gegensätze in der Strukur (weich/hart) und die Balance
zwischen Süße und Säure sind für Markus Arnold sehr wichtig: ,,Wenn wir
ein Dessert designen, wird entschieden, was vorherrschen soll", erklärt
der gerade erst mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Chef de Cuisine.
,,Ein Produkt unserer Lieferanten kommt nur dann in Frage, wenn es
während einer bestimmten Zeitperiode in der gleichen Qualität geliefert
werden kann. Wenn eine süße Frucht plötzlich sauer statt süß schmeckt,
kann dies die Harmonie einer Speise empfindlich stören." Laut Daniela
Krakow sei der anfängliche Hype der letzten Jahre um die Desserts der
Gegensätze zwar abgeflaut, dennoch hat auch sie hierfür etwas passendes
in petto. Wie wäre es mit weißer Mousse au chocolat mit Chilifäden oder
einem Mango-Rosmarin-Chutney? Jürgen Jung aus dem Frankfurt Marriott
Hotel ist fest davon überzeugt, dass die konträren Dessertkreationen
weiterhin Bestand haben und zaubert deshalb für seine Gäste
Gaumenfreuden wie Balsamico-Blaubeeren, Zitronen-Sorbets mit Basilikum
oder Erdbeeren mit grünem Pfeffer. ,,Mein per- sönliches
Lieblingsdessert ist dabei eine Chili-Schokoladenkuppel mit einem
fruchtig-süßen Mangokern", verrät der Sous Chef Patisserie des Hauses.
Kleine Starthilfen Kreative Unterstützung für das süße Geschäft bieten
auch 2011 wieder diverse Unternehmen. Bindi Deutschland hat italienische
Dessertkreationen im Gepäck, z. B. das Soufflé al Cioccolato bianco,
ein weißes Soufflé mit einem Kern aus flüssiger weißer Schokolade, Mini
Muffins mit hellem oder dunklem Schokoteig sowie die Catalana in Coccio.
Einen französischen Klassiker in neuer Rezept-Kombination hält Debic
mit der Mousse au Chocolat im 2,5-l-Gebinde parat. Mit echter belgischer
Schokolade hergestellt, lässt sich die Mousse mit dem Spritzbeutel oder
Löffel portionieren. Die drei Geschmacksrichtungen Vollmilch,
Zartbitter und Weiße Schokolade sorgen für einen abwechslungsreichen
Einsatz. Mit den mehr als 30 Varianten Dessert-Tartelettes von Hug kann
der Gastronom seiner Kreativität freien Lauf lassen: rund,
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 14
FOOD Bäcker Brinker Erlenbacher Backwaren Bindi Deutschland eckig, als
Schiffli, Elegance mit hochgezogenen Ecken, mit hellem oder dunklem
Teig. Eine ansprechende Blütenoptik z. B. am Buffet liefert das neue
Dessert Tartelette Finesse, das mit Creme oder Mousse oder mit Eiskugeln
gefüllt werden kann. Unter dem Motto ,,Sweet temptations" ergänzt Pidy
ab diesem Frühjahr seine Range mit den Tartocups choco & coco, also
cups mit einem Coating aus Kokos oder Schokolade im Format 60 x 65 mm.
Sie können mit süßen und fruchtigen Ingredienzien befüllt werden. Neu
sind zudem die 57 mm großen und quadratischen Savarin baba carrés. Cacao
Barry verführt mit zwei TK-Dessertlinien: Haute Pâtisserie umfasst 13
handdekorierte Einzeldesserts von Pacco Torreblanca. Hochwertige
OrigineKuvertüren aus exotischen Ursprungsländern geben den Kreationen
dabei ihre einzigartige Geschmacksnote. Die sieben Kreationen der Grande
Tradition verbinden natürliche Inhaltsstoffe und kreatives Handwerk.
Einen Hauch Bella Italia zaubert die sturz- und schnittfeste Panna Cotta
von Nestlé Professional, die jetzt durch eine überarbeitete Rezeptur
auch mit Sahne und Milch zu gleichen Teilen zubereitet werden kann. Die
neuen Vi e l E r f o lg beim E i s v e r k au f ! Stöckel Söhne GmbH
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länger nur reden, sondern handeln? Das Resultat von Fastfood und
falscher Ernährung sind übergewichtige Kinder und Jugendliche. Durch
Ihre Spende unterstützen Sie den Geschmacksunterricht an Schulen der
Weg zur körpergerechten Ernährung. Geschäftsstelle Eurotoques-Stiftung,
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Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, Mitglied im
Initiativkreis Stuttgarter Stiftungen, Mitglied im Bundesverband der
Verbraucherverbände e.V. leicht verständlichen Zubereitungsanweisungen
und Dosierabgaben mit Piktogrammen auf der Verpackung helfen dabei. Ob
Vollmilch, dunkel oder weiß in der Schokoladenwelt von Confis-Express
finden Patissiers eine große Bandbreite an Couvertüren. Darunter z. B.
die traditionellen Schweizer SuchardCouvertüren mit unterschiedlichen
Kakaoanteilen sowie differenzierter Fließfähigkeit. Unter den dunklen
Schokoladen findet sich die Criolloro, eine 66%ige sortenreine
Couvertüre aus der Edelkakaosorte Criollo. Auch der klassische Kuchen
darf in diesem Frühling nicht fehlen. Das TK-StangenkuchenSortiment von
Bäcker Brinker umfasst die Rührkuchenspezialitäten Nusskuchen,
Sandkuchen und Marmorkuchen. Nach einer Auftauzeit von 120 Min. können
die bereits fertig geschnittenen Kuchen direkt serviert werden. Die 2 kg
schweren Kuchenstangen sind in ca. 46 Scheiben geschnitten und in
Verkaufseinheiten von drei Stück je Karton erhältlich. Die Edition 2011
von Erlenbacher Backwaren heißt Sommertraum Orange-Pfirsich-Buttermilch,
ein Kuchen aus einer tropisch-fruchtigen
OrangenPfirsich-Ananas-Fruchtzubereitung mit Buttermilchcreme auf einem
hellen Muffinboden. Jedes Stück ist mit einem Orangenfilet und gehackten
Pistazien dekoriert. Die Platte wiegt 1,1 kg und ist in acht Portionen
vorgeschnitten. Frisch & Frost bringt mit den Süßspeisen von Toni
Kaiser österreichische Schmankerl auf die Speisekarte. Die Linzer Torte
gilt als Klassiker, die Fruchtstru- del locken mit einer Erdbeeroder
Waldbeerfüllung. Für unwiderstehliche Verwöhnmomente mit geringem
Wareneinsatz sorgt Langnese Food Service mit den Carte D'Or
Eiskompositionen. Der Dessertfolder ,,Frühlingsgefühle" bietet
Anrichtungsvorschläge mit Kalkulationen, bei denen der Wareneinsatz
größtenteils zwischen 0,45 und 1 liegt. So regen z. B. Eisvariationen
wie ,,Royal Wedding" oder ,,Yin und Yang" den Gast allein aufgrund ihrer
fantasievollen Namen zum Bestellen an. Informationen für ein gelungenes
Dessertgeschäft liefert auch der Mövenpick Dessertfolder ,,Faszination
Eiskunst" von Nestlé Schöller. Mit einfachen Handgriffen schafft der
Gastronom bezaubernde Kombinationen für den Frühling z. B. mit einer
Kugel Mövenpick Himbeer Sahnemousse oder Crème Joghurt Lavendel Mohn
dazu marinierten Himbeeren und essbaren, zarten Blüten. Sommerliche
Eisfreuden sind dieses Jahr das Früchtecomposée Vanilla sowie das
erfrischende Crème Brulée Zitronengras. Eine neue Schokoladen
DessertSauce mit Nuss-Geschmack erweitert bei Dr. Oetker FoodService das
Schwartau-Sortiment. Die cremig-aromatische Dessertsauce verfeinert
süße Verführungen aller Art und kann z. B. als Topping auf Eis, Pudding,
zum Mixen mit Milch, Joghurt oder Quark und als Füllung für Pfannkuchen
oder Crepes kalt oder warm serviert werden. Die Sauce ist sofort
servierfertig und aufgrund der wiederverschließbaren Dosierflasche
leicht zu handhaben. hel 14 4/2011 Fotos: Bäcker Brinker, Erlenbacher
Backwaren, Bindi Deutschland
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 15
MANDELMILCH SCH WARZKIRSCHE Für genussvolle Momente in jeder Saison:
zartschmelzende Mandelmilch Eiscreme, erstmals vereint mit einem
Cocktail aus saftigen Stückchen der Schwarzkirsche. Eine
außergewöhnliche Komposition, die nicht nur Ihre guten Gäste aufs
Köstlichste beeindrucken wird, sondern auch Ihren Umsatz. Nestlé
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eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 16
BIOHOTEL Als erstes Haus seiner Art gibt das BIO-Hotel Sturm Garten
& Spa von Familie Schulze Dieckhoff jetzt in Sachen ,,grünem Denken"
den Ton an und hebt sich damit deutlich von anderen Betrieben in der
Rhön-Region ab. Bio -,,Sturm" in der Rhön W ir waren schon immer anders
und konnten uns jetzt ein Alleinstellungsmerkmal sichern", meint
Matthias Schulze Dieckhoff über den Beitritt des Hotel Sturm in
Mellrichstadt zu den BIO-Hotels am 18. Januar 2011. Die Idee zum
,,BIO-Hotel in Umstellung" hatte bereits 2004 seinen Anfang genommen,
als das Ehepaar Schulze Dieckhoff das bestehende Hotel von Christa
Schulze Dieckhoffs Eltern übernahm. Stück für Stück führten sie in den
47 Gästezimmern Renovierungen durch, indem sie z. B. konventionelle
Materialien durch Naturhölzer ersetzten. Statt eines gewöhnlichen Pools
schwebte dem Ehepaar für den 2 ha großen Wellnessgarten, ein
ökologischer Schwimmteich vor, den sie mit dem Landschaftsgärtner und
SchwimmteichFachmann Albrecht Förster in die Realität umsetzten.
Ergänzend dazu entstanden für eine Sauna und einen Ruhebereich zwei
Blockhäuser, welche den Grundstein für das spätere Portfolio aus
Dampfbad, Frischluftgrotte und 2.000 m² Schwimmteich legten. ,,So
langsam wurde die ganze Sache runder", erinnert sich der Hotelier. ,,Den
Aha-Effekt brachte dann zum einen der Umstand, dass im Küche begonnen
und ersetzte die konventionellen Lebensmittel nach und nach durch
ökologische aus 100 % Bio-Anbau ein logistisch schwieriges
Unterfangen. ,,Früher gaben wir unsere Bestellung einen Tag vor Bedarf
auf, jetzt müssen wir eine karte steht noch an. Schwierig sei es vor
allem, Getränke wie Johannisbeersaft zu beziehen. Einen größeren Aufwand
erforderte bereits die technische Umstellung der Küche. ,,Wir wollten
nur die Mikrowelle entfernen", blickt Matthias Schulze Dieckhoff zurück.
,,Dann kamen aber alle Baustellen zum Vorschein." So wurde kurzfristig
innerhalb von einer Woche die komplette Küche umgebaut, indem Wände und
Decken herausgerissen und Abluftanlagen sowie neue Elektrogeräte
installiert wurden. Ihren Gästen hat die Familie den Bio-Wandel vor der
Umstellung nicht kommuniziert. ,,Wir fangen jetzt erst damit an, da wir
nun eine gewisse Sicherheit haben, dass alles klappt", betont das
Hoteliers-Ehepaar. ,,Mit der Zertifizierung setzen wir jetzt den Deckel
aufs Ganze." Damit hat die Rhön nun, wie Matthias Schulze Dieckhoff
selbst sagt, ,,endlich das, was ihr noch gefehlt hat: das erste
BIO-Hotel im Biosphärenreservat". hel Die Ludwig Gruber Brunnwald 400
·A-6465 Nassereith 400, A-6465 Nassereith Tel. :+43-(0)664-444 87 28
+43-(0)664-4448728 www.biohotels.info Hotel Sturm 97638 Mellrichstadt
www.hotel-sturm.com Spa- und Wellnessbereich die natürlichen
Pflegeprodukte von Dr. Haukscha einen hohen Anklang fanden, zum anderen
überzeugte uns ein Hotelporträt über das BIO-Hotel Werratal im
Fachmagazin FIRSTCLASS. Zielstrebig voran Bis spätestens Ende Mai wollen
Familie Schulze Dieckhoff und ihr 33-köpfiges Team die Umstellung
abgeschlossen haben. Dafür hatte Chefkoch Hartwig Buß bereits im
Dezember 2010 mit den Vorbereitungen in der ganze Woche und länger
vorausplanen." Geht ein Lebensmittel zur Neige, muss der Hotelier nun
den Mut aufbringen und dem Gast dies mitteilen. In der Küche folgt das
Haus der Devise, ,,dass jedes Gemüse seine Zeit hat". ,,Was bringen uns
im Winter Bio-Tomaten aus Spanien, die nicht schmecken?" Statt dessen
genießen die Gäste z. B. in der kalten Saison Gerichte wie
Schweinelendchen an Dijonsenf-Sauce mit Kohlrabi-Mangold-Lasagne und
Kartoffeltaler. Die Gestaltung der Getränke- 16 4/2011 Fotos: Hotel
Sturm
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 17
FOOD Wirklich alles selbst gemacht? Längst haben viele Küchen nicht
mehr die Möglichkeit, Saucen, Desserts & Co. selbst zuzubereiten,
weiß Stefan Cammann. Der Markt der Convenienceprodukte bietet daher
inzwischen zahlreiche und qualitativ hochwertige Lösungen die
Aussteller auf der Internorga 2011 haben es eben erst gezeigt. W Foto:
IdeenKüche®/Behrendt ir machen alles selbst und immer frisch", höre ich
oft doch irgendwie hat man dabei ein komisches Gefühl im Bauch. Um es
vorwegzunehmen: Ja, es gibt sie noch, Restaurants, die viel selbst
herstellen. Nimmt man aber die rosafarbene Brille ab und sieht sich in
deutschen Küchen um, ist die Realität oft anders. Der ehrliche Umgang
mit ,,nicht selbst Gemachtem" fällt der Branche sichtlich schwer,
dennoch verzeichnen Hersteller von Convenience-Produkten stark steigende
Absatzzahlen. Da stellt sich die Frage, wo diese ihre Produkte
hinliefern, wenn doch alle alles selbst machen? Ja, eine Postenküche
nach alter Schule ist etwas Feines: sechs bis zehn Köche, die sich
selbst je um einen Produktionsbereich kümmern. Doch wo gibt es das
wirklich noch? In den meisten Fällen treffe ich auf Kollegen, die zwar
an dem Prinzip weiter festhalten, aber diese sind meist allein oder zu
zweit und werden im Idealfall von ein bis zwei Aushilfen in ihrer
täglichen Schlacht unterstützt. Immer weniger Kollegen wollen genau
diese Schlacht kämpfen die dramatische Abwanderung aus der Branche und
der derzeitige Fachkräftemangel verdeutlichen dies. Wer sich auf der
Internorga 2011 umgesehen hat, konnte eine Reihe guter Lösungsansätze
finden. Um diese zu erkennen, bedarf es der Fähigkeit, loslassen zu
können von unzeitgemäßen Arbeitsmethoden, die auch auf dem Rücken und
der Gesundheit der Mitarbeiter ausgetragen werden. Convenience-Produkte
können eine Lösung sein, wenn die Qualität stimmt. Dabei gibt es auch
sehr viel ,,Mist", aber auch Produkte, die z. B. von mittelständischen
Manufakturen mit viel Handarbeit hergestellt wer- den und in ihrer
Perfektion kaum noch zu übertreffen sind. Und überhaupt, was ist
eigentlich frisch? Suppen, Saucen & Co. wurden doch schon immer
vorbereitet und mussten im Kühlhaus gelagert werden, um dann à la minute
zubereitet zu werden in der Kochsprache als Mise en place statt
Convenience bezeichnet. Es is(s)t an der Zeit, offen mit dem Thema
umzugehen und Aufklärung zu betreiben. Jede Küche kann heute nicht mehr
nach traditionellen Methoden arbeiten. Stefan Cammann
www.ideen-kueche.com ANZEIGE Schloßhotel Rettershof Romantisches
Ambiente im Taunus Die Gutsverwaltung Rettershof GmbH (eine 100%ige
Tochtergesellschaft der Stadt Kelkheim) sucht nach mehr als 26-jähriger
erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem bisherigen Pächter, der aus
Altersgründen ausscheidet, einen neuen Pächter für das idyllisch
gelegene denkmalgeschützte Schloßhotel Rettershof in 65779 Kelkheim
(Taunus). Der Vertrag mit dem bisherigen Pächter läuft zum 30. Juni 2012
aus. In Abstimmung mit dem Pächter ist eine einvernehmliche Übergabe
auch zu einem früheren Zeitpunkt (01.01.2012) möglich. Das Schloßhotel
Rettershof liegt an der B 455 zwischen den Städten Kelkheim und
Königstein mit einem herrlichen Blick auf die Felder und Wälder des
Vordertaunus. Das Gebäude wurde in den 80er Jahren saniert, zu einem
Hotel umgebaut und um einen Neubautrakt ergänzt. Es verfügt über drei
Zimmer im Altbau des Schlosses und 31 Zimmer im Neubautrakt (insgesamt
69 Betten) sowie fünf mit moderner Technik ausgestattete Konferenzräume
für Tagungen und Schulungen für bis zu 60 Personen. Die Ausstattung mit
Kleininventar ist vollständig und kann übernommen werden. Drei im Jahr
2009 renovierte Restaurationsräume sorgen mit ihrer persönlichen Note
für einen angenehmen Aufenthalt für jede Gelegenheit. Das Schloßhotel
wird gerne als Veranstaltungsort für verschiedene kulturelle
Aufführungen wie das Rheingau-Musik-Festival sowie in Kooperation mit
dem Pächter als Außenstelle des Standesamtes der Stadt Kelkheim genutzt.
Es wird vom Pächter ein schlüssiges, nachvollziehbares Konzept
erwartet, welches das besondere Ambiente des Schlosses voll zur Geltung
bringt. Weitere Auskünfte und auf Wunsch ein ausführliches Exposé
erhalten Sie bei Bürgermeister Thomas Horn E-Mail:
buergermeister.horn@kelkheim.de · Telefon: 06195-80 33 01 oder unter
Gutsverwaltung Rettershof GmbH · Postfach 15 08 in 65765 Kelkheim.
4/2011 17
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 18
W Ein Haus für Leipzig Schmiedeeiserne Handläufe, Fassaden aus
Sandstein und alte Schriftzüge über dem Türstock Steigenberger lässt
sich in diesen Tagen in einer der ersten und altehrwürdigsten Adressen
von Leipzig nieder. Damit wird das Steigenberger Grandhotel Handelshof
der Stadt eine ganz neue Hotelkultur bescheren. Goethe im Bad Doch wie
wird in Leipzig aus einem Handelshaus ein Grandhotel? Indem man die
einzigartige historische Architektur weitgehend erhält und mit weiteren
kostbaren Details füllt. Die Lobby z. B. befindet sich nun in dem
größeren der beiden Lichthöfe und wurde mit einer Glaskuppel überdacht.
Der Gast durchquert beim Betreten zunächst ein Kreuzgewölbe, dessen
Boden mit Glasmodulen und Goethe-Zitaten versehen wurde. Rechts vom
Eingang befindet sich der Empfangsbereich mit der raumhohen, freistehen-
Fotos: Steigenberger Grandhotel Handelshof, Markus-Diedenhofen
Innenarchitektur enn wir eröffnen, kann es sein, dass uns die Leipziger
überlaufen", vermutet der Direktor Hans Kauschke lächelnd und plant
bereits einen ,,Tag der offenen Tür". Zu sehr habe er in den letzten
Monaten beobachten können, wie sich die Leipziger für die Zukunft des
altehrwürdigen Handelshofes im Stadtzentrum interessieren und sich
nebenbei selbst ein wenig in die Handelsstadt verliebt. Der Handelshof
war 1909 direkt am Naschmarkt mit dem damals neuen Material Eisenbeton
als zweites Messehaus der Stadt erbaut worden. Wie eine Acht umschlossen
damals Erd-, Zwischenund drei Obergeschosse zwei große Lichthöfe, und
alle vier Seiten bekamen einen Ausgang. Textilien, Haushaltsgeräte sowie
Rundfunk- und Fernsehtechnik wurden in den folgenden Jahrzehnten auf
ca. 9.000 m² ausgestellt, das letzte Messelicht ging 1991 aus. Seit 1998
konnten die Besucher dort Kunstobjekte besichtigen, da die Messe den
Handelshof dem Museum der bildenden Künste Leipzig überließ, das dort
übergangsmäßig bis 2004 blieb. Danach stand er weitgehend leer und wurde
seit 2007 vom Leipziger Architekturbüro Domaros und Partner im Auftrag
der Leipziger Stadtbau AG und des Londoner Finanzinvestors Patron
Capital für einige Millionen Euro zum Hotel umgebaut, die
Innenarchitektur übernahm Cornelia Markus-Diedenhofen. Steigenberger
stand schnell als Betreibergesellschaft fest. Schon lange hatte die
Kette eine Dependance in der Stadt im Visier. Für Hans Kauschke, der
bereits 1990 das Steigenberger Hotel Berlin leitete und zuletzt GM des
Steigenberger Hotel de Saxe in Dresden war, bildet das Grandhotel trotz
Hans Kauschke aller Erfahrungen eine besonders spannende Aufgabe. ,,Wir
wollen der Stadt den Stellenwert des Hauses zurückgeben", erklärt er.
Für Steigenberger selbst markiert die Neueröffnung den Start einer Reihe
von Projekten in Deutschland und Europa, die Arco Buijs 2010 bei seinem
Antritt als CEO verkündet hat.
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 19
HOTELERÖFFNUNG eigenen Parkplätze in der Innenstadt verfügt und die
Autos vom Wagenmeister einige Meter weiter geparkt werden müssen, ein
Putz-Service ist inbegriffen. ,,Vielleicht wird sich daran noch etwas
ändern können." Einen guten Draht zum Oberbürgermeister pflegt er
jedenfalls schon, zudem sollen zahlreiche Unternehmen das Hotel als
exklusive Lokalität nutzen. Als Incentives sind z. B. Ausflüge in die
Julius Blüthner Pianofortefabrik oder zur Porsche Erlebniswelt möglich.
Rund 100 Mitarbeiter stehen dem Direktor von Beginn an für all diese
Services zur Verfügung. Bei 700 Bewerbungen hatte er keinerlei Probleme,
sie zu finden. Mit ihnen und seinen elf Abteilungsleitern, die er gern
mal als seine ,,Ocean's Eleven" bezeichnet, setzt er auf eine
kooperative Kommunikation mit offenen Türen. Nichts ist für ihn
grundsätzlich unmöglich. Das weltoffene Leipzig wird es ihm und dem
Hotel danken. syk Projektbeteiligte (Auszug): Architektur: Damaros und
Partner Innenarchitektur: MarkusDiedenhofen Innenarchitektur Küchen- und
Gastronomieplanung, -einrichtung: Edgar Fuchs
FF&E-Generalüberwachung: HEAD Bad: Electrostar Schöttle, Guenter
Guest Supplies Betten: Mühldorfer Getränke: Bitburger, Coca-Cola,
Eckes-Granini, Radeberger, Staatl. Fachingen Kaffee, -maschinen, Tee:
Franke bremer, J.J. Darboven, Nespresso, Ronnefeldt Minibar, Tresore:
Dometic, Hartmann Tresore Tischkultur: Hepp, Porzellanfabrik Weiden
Gebr. Bauscher, WMF Hotel, Zwiesel Kristallglas Zimmer/Möbel: Hagenauer
Steigenberger Grandhotel Handelshof 04109 Leipzig
www.leipzig.steigenberger.com den Wand aus gestapeltem Papier als
Hommage an die Leipziger Buchtradition. Im Zentrum des Lichthofs, der
sich über alle fünf Stockwerke erstreckt, lädt neben einer Vinothek ein
Barund Loungebereich auf einem Podest zum Ankommen und Bleiben ein.
,,Die Lobby soll das neue Wohnzimmer der Gäste werden", stellt sich Hans
Kauschke vor. Auf der gleichen Ebene empfängt zudem die Brasserie Le
Grand mit dem weitgereisten Thomas Linke 50 Gäste. Für das Hotel ist der
Leipziger Chefkoch in seine Heimat zurückgekehrt und präsentiert eine
französischmediterrane Küche. Zwischen Säulen in der ersten Etage
befindet sich ein zweites Restaurant mit einer weiteren großzügigen
Küche für 166 Frühstücks- und Veranstaltungsgäste. Darüber laden der
Boardroom und die sechs Tagungsräume ein, die in ihrer größtmöglichen
Kombination 190 Menschen fassen. Auf den weiteren Etagen präsentieren
sich in den angelegten Hotelfluren mit neu eingezogenen Wänden 123
schallisolierte Superior- und 40 Deluxe-Zimmer mit 26 bis 44 m², vier
bis zu 46 m² große Juniorsuiten sowie neun Suiten mit maximal 64 m². Da
sich ihre Grundrisse aus Denkmalschutzgründen primär nach der
Fensteranordnung richten, ist jedes individuell geschnitten, manche
warten sogar mit Erkern auf. Die Zimmer verfügen über Klimaanalagen und
IP-TV, in den Suiten finden sich zudem begehbare Kleiderschränke und
Nespresso-Maschinen. Details wie der auf die Badtür bedruckte
,,Osterspaziergang" von Goethe oder die versteckte Tür hinter einem
raumhohen Spiegel beim Verbinden von Zimmern sorgen für Aha-Momente
jenseits von Massendesignhotel-Produkten. Mit sichtbaren Stahlträgern
und Dachschrägen präsentiert sich schließlich in der fünften Etage die
ca. 220 m² große Präsidentensuite auf zwei Ebenen mit einem Balkon über
der Stadt. Die Steigenberger-Tochter HEAD zeichnete für die Auswahl der
Einrichtungsgegenstände verantwortlich. ,,Wir sind ein Grandhotel,
dessen Luxus sich in der Wahl der Materialien, den warmen Farben, aber
auch in der Art des Services ausdrückt", beschreibt Hans Kauschke den
Anspruch. ,,So haben wir z. B. noch einen Wagenmeister", berichtet er
schmunzelnd, denn diesen gibt es eher, weil das Hotel über keine Foto:
Markus-Diedenhofen Innenarchitektur Modernste Peltier-Technik absolut
niedriger Energieverbrauch! Nur 0,6 kWh/24h · lautlos · vibrationsfrei ·
ohne Ammoniak Minibars Zimmersafes Ausgestattet mit modernster Technik
von HARTMANN TRESORE: Steigenberger Grand Hotel, Leipzig ZUVERLÄSSIGE
TECHNIK Backoffice-Tresore Schließfachanlagen MODERNES DESIGN
Datensicherungsschränke HARTMANN TRESORE AG HARTMANN TRESORE AG .
Hohenstaufenring 48-54 . 50674 Köln . Telefon (0221) 82018-21 .
www.hotelsafes.de
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 20
Starkes Aufholen Stolze Zahlen, mutige Projekte und erleichterte
Gesichter der Optimismus ist wieder in den deutschen und
internationalen Hotelmarkt zurückgekehrt, wie die jüngste ITB
verdeutlichte. Die neuesten Zahlen zeigen, dass es sich hierbei
tatsächlich nicht um eine Eintagsfliege handeln wird. W ährend die
deutschen Hotels 2009 noch eine Milliarde Euro Nettoumsatz verloren,
konnten sie 2010 mit einem nominalen Umsatzzuwachs von 7,1 % einen
exakten Vorzeichenwechsel realisieren. Alle Segmente verbuchten höhere
Auslastungsquoten, Zimmerpreise und -erträge als im Vorjahr, teilte der
Hotelverband Deutschland (IHA) Ende März 2011 mit. ,,Die steuerlichen
Entlastungen für Bürger und Unternehmen unter anderem durch das
Wachstumsbeschleunigungsgesetz haben 2010 maßgeblich zu einer
Stabilisierung der Binnennachfrage und damit auch zu einer Erholung des
Hotelmarkts beigetragen", er- klärte IHA-Vorsitzender Fritz G. Dreesen
und betont vor allem die Bedeutung der Mehrwertsteuersenkung. ,,Dabei
konnte die ansonsten besonders anfällige Hotellerie das konjunkturelle
Tal erstmals im Gleichklang mit der Gesamtwirtschaft und nicht wie in
der Vergangenheit mit mehrperiodiger Verzögerung überwinden." In
absoluten Zahlen ausgedrückt erwirtschafteten die Hotels, Hotels garnis,
Pensionen und Gasthöfe des Landes 2010 voraussichtlich einen
Nettoumsatz in Höhe von 17,2 Mrd. (2009: 16,1 Mrd. ). Die Zahl der
Übernachtungen in der Hotellerie kletterte nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes um 5,6 % auf 228,3 Mio. Die Top-Ten der
Hotelgruppen in der EU am 01.01.2011 Rang Gruppen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Accor Best Western InterContinental Hotel Group Groupe de Louvre NH
Hoteles Carlson Europe / Rezidor Sol Meliá TUI Hilton International
Whitbread Hotels 2011 2.272 1.309 545 942 354 247 204 164 177 588 Hotels
Hotels 2010 Anstieg 2.231 41 1.289 20 548 -3 995 -53 352 2 228 19 203 1
158 6 163 14 579 9 Zimmer 2011 246.665 89.092 84.653 66.705 51.121
49.237 44.531 41.639 41.214 40.975 Zimmer 2010 242.288 87.017 84.522
71.544 50.502 44.471 45.960 39.914 39.713 39.142 Zimmer Anstieg 1,8 %
2,4 % 0,2 % -6,8 % 1,2 % 10,7 % -3,1 % 4,3 % 3,8 % 4,7 % Quelle: MKG
Hospitality Database, Februar 2011 Gäste (Vorjahr: 216,2 Mio.). Trotz
des großen Anteils inländischer Gäste von 180 Mio. ist die Steigerung
vor allem auf Touristen und Geschäftsreisende aus dem Ausland
zurückzuführen, deren Übernachtungen sich um 11,3 % auf 48,3 Mio.
erhöhten. Laut STR Global lag die durchschnittliche Zimmerauslastung der
teilnehmenden Hotels in Deutschland bei 63,4 % und nahm damit um 5,8 %
im Vergleich zum Vorjahr zu. Die höchsten Zuwächse melden Hotels in
Flughafennähe, wo die Zimmerauslastung um 13,4 % auf 64,3 % wuchs. Was
den europaweiten Zuwachs an Zimmern angeht, so legten die Ketten
insgesamt um 1,6 % zu. Dabei kam es kaum zu Verschiebungen beim European
Hotel Group Ranking von MKG Hospitality im Vergleich zum letzten Jahr.
Lediglich Sol Meliá und Carlson Europe/Rezidor haben die Plätze
getauscht, indem letztere bei den Zimmern einen Zuwachs von 10,7 %
verzeichneten. Für das laufende Jahr prognostiziert der IHA für
Deutschland vorsichtig optimistisch ein Plus bei den Übernachtungszahlen
von 2 % und von 4 % bei den Netto-Zimmererträgen (RevPAR). Hieraus
werden sich weiter steigende Beschäftigungszahlen und zusätzliche
Investitionen ergeben: ,,In den nächsten drei Jahren sind nach
derzeitigem Planungsstand 461 neue Hotelprojekte (Neubau, Umbau, Ausbau)
geplant; im Vorjahr waren es 452", berichtet Fritz G. Dreesen. 20
4/2011 Foto: MEV-Verlag
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 21
Bei Accor spiegelt sich der allgemeine Branchenaufschwung wider. Im
Bereich Hotellerie konnte im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatz von 5.693
Mio. erzielt werden, was einem Plus von 7,4 % entspricht. Beigetragen
habe dazu vor allem das Wachstum mit 214 Häusern und insgesamt 24.800
Zimmern, die hauptsächlich im Rahmen von Management- oder
Franchise-Verträgen betrieben werden. Allein im 4. Quartal 2010
verzeichnete die Sparte Hotellerie ein ausgewiesenes Plus von 11,8 %
gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009. 84 Hotels mit 9.400 Zimmern waren
in dieser Zeit eröffnet worden. In Deutschland allein verzeichnete die
Mittelund Luxusklasse infolge des Konjunkturaufschwungs und des
günstigen Messe- und Veranstaltungsprogramms einen Umsatzanstieg von
14,2 %. Ähnlich erging es den EconomyHotels: Der vergleichbare
Jahresumsatz stieg um 13,4 %, die Dynamik der Hotellerie in Städten wie
Köln, München und Frankfurt trieb die Auslastung nach oben. Der Ebit von
Accor lag 2010 bei 446 Mio. , was einem vergleichbaren Plus von 82,4 %
entspricht. Gegenwärtig konzentriert sich der Konzern weiter auf das
Franchise-Geschäft. www.accor.com Best Western Hotels Deutschland mit
derzeit 189 Drei- und Vier-Sterne-Hotels hat 2010 erstmals einen
Gesamtumsatz von 566,9 Mio. realisiert (+12,5 %). ,,Seit Mitte 2010 ist
die Nachfrage in allen Geschäftssegmenten zurückgekehrt und hat uns so
eine deutliche Umsatzsteigerung beschert", erklärt Marcus Smola,
Geschäftsführer Deutschland. Während sich die durchschnittliche Belegung
um 3 % auf 67 % im Vergleich zum Vorjahr erhöhte was noch nicht dem
Niveau von 2008 entspricht, konnte bei den durchschnittlichen
Netto-Zimmerpreisen mit +10 % auf 82,70 ein deutlicher Sprung
verzeichnet werden. Entsprechend ist auch der RevPAR im Geschäftsjahr
2010 um 13,4 % auf 55,41 gestiegen. Das Portfolio wurde in Deutschland
2010 um 17 Häuser erhöht, 2011 sind insgesamt 15 geplant. ,,Wir gehen
davon aus, dass wir den Gesamtumsatz der Gruppe um weitere 10 % im Jahr
2011 gegenüber dem Vorjahr steigern können", glaubt Marcus Smola. Bei
den Durchschnittsraten wird eine Anhebung um nochmals 2 % erwartet, bei
der Auslastung weitere 3 % bis Jahresende. Auch auf der internationalen
Ebene wird man sich von dieser positiven Entwicklung in Bezug auf eine
neue Markenstrategie teilweise etwas abschauen: Neben der Kernmarke Best
Western werden 2011 die Markenkategorien Best Western Plus und Best
Western Premier in Nordamerika eingeführt, die sich zur besseren
Gästeorientierung in der Ausstattung, im Serviceangebot und Design
unterscheiden. In Nordamerika sollen 2011 die bestehenden 2.200 Hotels
nach den drei Typen klassifiziert werden, während in Europa die
Top-Kategorie Best Western Premier bereits seit 2002 besteht und Best
Western Plus in den kommenden 18 Monaten eingeführt wird. Die
Typisierung folgt in Nordamerika dem AAA-Klassifizierungssystem: Best
Western entspricht danach 2-Diamond, Best Western Plus 3-Diamond und
Best Western Premier 3-Plus-Diamond. ,,Derzeit werden für Europa die
Qualitätsmerkmale definiert, die hierzulande für Best Western Plus
gelten werden. In Deutschland rechnen wir von Mitte 2012 an mit den
ersten Best Western Plus Hotels", kündigt Marcus Smola an.
www.bestwestern.de Portfolioverdopplung, Talentsuche und neue Marken
mit diesem strammen Programm geht Kempinski in eine neue Wachstumsphase.
Die Basis dafür stimmt: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das
Unternehmen 2010 ein Gesamtumsatz-Plus von 14 %. Der reine Zimmer-Umsatz
konnte um 27 % erhöht werden, die Übernachtungen stiegen um 20 % an.
Fünf neue Hotels sind 2010 eröffnet worden. Der Trend setzte sich 2011
fort, indem der Gesamtumsatz in den ersten beiden Monaten bereits um
weitere 21 % über dem des Vorjahres lag und sich der Zimmerumsatz bei 19
% in einem anständigen Plus einpendelte. Auch die Anzahl der
Übernachtungen stieg um 15 %. Bis 2015 plant die Luxushotelgruppe eine
Verdopplung auf 121 Hotels. Allein in diesem Jahr sind zwölf
Neueröffnungen, davon zwei in Europa und sechs in China, vorgesehen.
Zudem hat Kempinski in den vergangenen 14 Monaten 17 neue Projekte
unterzeichnet, z. B. in Marienbad, auf den Seychellen und in Namibia.
Entsprechend eifrig werden neue Talente gesucht, denn das Unternehmen
benötigt in den nächsten fünf Jahren über 22.500 neue Mitarbeiter.
,,Aber wir werden nie mehr Hotels unter Vertrag haben als Kempinski
Jahre alt ist", gibt Reto Wittwer, Präsident und Vorstandsvorsitzender
von Kempinski Hotels, die Wachstumsgrenze vor. ,,Denn Luxus ist
limitiert." Die Kooperation mD-Hotels (ehemals Minotel Deutschland) hat
sich nit dem neuen Jahr einer strategischen Neupositionierung
unterzogen, indem die bisherige eigene Zentrale in Dachau aufgelöst
wurde und deren gesamtes Aufgabenfeld an die TourismusMarketing Agentur
(TMA) in Goslar übertragen wurde. Durch die Outsourcing-Maßnahme könnten
laut des mDHotels Vorstandsvorsitzenden Siegfried Gallus signifikante
Kosteneinsparungen und ein höheres Leistungsangebot erreicht werden,
womit die Marke weiter ausgebaut wird. Die derzeit 30 Mitgliedshotels
werden künftig von der mDMarkenzentrale in Goslar in allen Fragen des
Vertriebs, der Darstellung nach innen und außen, der
Qualitätsbeobachtung, -sicherung und -optimierung sowie der Gestaltung
von Pauschal- und Gästebindungsprogrammen betreut. Bereits die Akzent
Hotels bedienen sich seit 2002 des TMA-Angebots und sind seitdem von 40
auf über 90 Betriebe gewachsen. In Abstimmung beider Kooperationen will
man künftig Synergien nutzen. www.md-hotels.de Creation by VEGA
Formschönes Design, Individualität und Profiqualität: Dafür stehen die
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den Mobilfunknetzen. GASTRONOMIE HOTELLERIE | CATERING
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 22
Waldorf Astria Berlin Alte, neue Marke Hilton will es 2011 in
Deutschland genau wissen. Während das Hilton Frankfurt Airport und das
Hilton Garden Inn Frankfurt Airport im Superlativenprojekt The Squaire
starten werden, feiert Ende des Jahres auch die Marke Waldorf Astoria
ihre DeutschlandPremiere in Berlin. Ein Besuch auf der Baustelle konnte
schon jetzt einiges versprechen: Opernmusik dringt durch die kargen
Betonhallen, Hotelzeichnungen auf Staffeleien schwärmen von morgen, und
ein erstes Sofa in der PenthouseSuite lässt für einen Tag den
Waldorf-Anspruch eines zeitlosen Luxus mit freiem Stadtblick erahnen.
Das neue Berliner Hotel will den hiesigen Fünf-Sterne-Markt aufmischen,
daran lässt Hilton keinen Zweifel. Noch stecken zwar die
Innenausbauarbeiten im von Christoph Mäckler geplanten und von Swan
Investments entwickelten ,,Zoofenster" neben der Gedächtniskirche in den
Kinderschuhen. Ende 2011 wird jedoch der General Manager Friedrich W.
Niemann mit seinem ca. 250 Mitarbeiter starken Team das Haus als ein
Pendant zum Haus in der New Yorker Park Avenue bereits offiziell ins
Rennen schicken. Prominente Unterstützung erfährt er dabei unter anderem
von dem Pariser Drei-SterneKoch Pierre Gagnaire, der in dem Restaurant
mit ca. 100 Plätzen für eine Feinschmeckerküche sorgen soll. Ergänzt
wird das gastronomische Konzept um das Romanische Café im Erdgeschoss
mit einer Terrasse an der Kantstraße und der American Bar, die sich
beide auch für die Berliner öffnen werden. Im zweiten Obergeschoss
befinden sich der 330 m² große und 7 m hohe Ballsaal sowie fünf
Meetingräume zwischen 66 und 120 m², in der fünften Etage das 816 m²
große Guerlain Spa als erstes Spa der Marke in Deutschland. Ab der
neunten Etage verteilen sich die 232 Zimmer und Suiten, darunter je 21
Suiten und Apartments. Die Penthouse-Suite thront schließlich in dem 118
m hohen Gebäude über der Stadt. Insgesamt wird das Waldorf Astoria
Berlin die ersten 15 Stockwerke und die Etagen 22 bis 31 belegen die
übrigen etwa 30 % des Gebäudes stellen Büros, Läden und eine Tiefgarage.
So exklusiv die neuen HiltonProjekte in Berlin und Frankfurt sind, so
reihen sie sich in die bisher größte Expansionsphase von Hilton ein. In
Europa hat die Kette derzeit rekordverdächtige 15.411 neue Zimmer in der
Pipeline sowie 8.643 Zimmer im Bau. Zu den bedeutendsten Neueröffnungen
der kommenden zwölf Monate gehören das London Syon Park, A Waldorf
Astoria Hotel in Großbritannien, das Conrad Algarve in Portugal, das
Hilton Baku in Aserbaidschan, das Hilton and Hampton by Hilton Bursa in
der Türkei und das Doubletree by Hilton Oradea in Rumänien. Bereits in
den letzten drei Jahren wurden 50 Hotels in Europa eröffnet, wobei jetzt
20 % der europäischen Häuser neu eingeführten Marken wie Waldorf
Astoria Hotels & Resorts, Doubletree by Hilton, Hilton Garden Inn
und Hampton by Hilton angehören. Hilton Worldwide betreibt derzeit 205
Hotels in 30 europäischen Ländern. Waldorf Astoria zählt bisher 24
Dependancen und wurde bereits im Jahr 1893 gegründet.
www.hiltonworldwide.com syk Im Vergleich 2009/2010 konnten die einzelnen
Mitglieder der Ringhotels nicht nur ein Umsatzplus, sondern auch eine
Steigerung des Buchungsvolumens verzeichnen. Insgesamt beläuft sich 2010
der durchschnittliche Umsatz pro Ringhotel auf über 1,9 Mio. und
erreichte so das Niveau von 2008 gegenüber 2009 +8,6 %. Der
Gesamtumsatz lag mit über 243 Mio. wieder 2,8 % über dem Vorjahreswert
trotz leicht gesunkener Mitgliederzahl. Der durchschnittliche
Zimmerpreis (Netto) betrug 72,10 und liegt damit 10 % über dem
Vorjahreswert (65,60 ). Über das kooperationseigene Reservierungssystem
konnte eine Buchungssteigerung von 6 % im Vergleich zum Vorjahr erreicht
werden, was pro Mitgliedshotel ein Plus von 17 % bedeutet. Mit 55,6 %
lag die durchschnittliche Zimmerauslastung 2010 2 % höher, der September
war dabei konstant über die letzten drei Jahre der Monat mit der
höchsten Auslastung. Die durchschnittliche Auslastung von 2008 konnte
noch nicht erreicht werden, allerdings ist der RevPAR um 13 % gegenüber
2009 gestiegen und liegt mit 40,20 über dem von 2008 (39 ), wobei das
obere Viertel der Ringhotels in der Gesamtauswertung 47,80 erzielte und
somit knapp 3 über dem Wert von 2008 (45 ) liegt. Im Tagungsgeschäft
erfuhr der abgewohnte Umsatz 2010 eine Steigerung von 65,7 % gegenüber
dem Vorjahr. Im Gruppenbereich konnte eine Verdoppelung des abgewohnten
Umsatzes (Steigerung 100,8 %) erzielt werden. Hinsichtlich der
Buchungsentwicklung im Firmenkundenbereich prognostiziert Susanne Weiss,
Geschäftsführender Vorstand Ringhotels e.V., einen Zuwachs von 5 bis 7 %
gegenüber 2009. Auch der Anteil der Privatreisenden ist von 46,5 auf
47,9 % leicht gestiegen. Ringhotels will den Vorsprung im Bereich
Privatreisende weiter ausbauen und das Tagungs-, Gruppen- und
Firmengeschäft zunehmend verstärken. www.ringhotels.de Sol Meliá
steigerte 2010 den Gewinn um 31,5 % auf 50,1 Mio. . Das Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 16,5 % auf 235 Mio.
. Zum positiven Gesamtergebnis trugen beim Gesamtum- satz von 1,2507
Mrd. auch die anziehenden Zimmerraten bei. Der RevPAR erhöhte sich um
durchschnittlich 8,9 %. Gerade am Jahresende zeigten noch einmal die
europäischen Städte und Kanarischen Inseln ein Umsatzwachstum. Ein
Erfolgsschlüssel war laut des spanischen Konzerns die fortgesetzte
internationale Expansion. 2010 eröffneten mit dem Gran Meliá Shanghai
und dem Meliá Atlanta erste Häuser in den USA und China. Das
USA-Geschäft soll mit Häusern in wichtigen Städten wie New York, Miami
oder Washington weiter ausgebaut werden. Zudem wird sich Sol Meliá
künftig verstärkt in Reise-Zukunftsmärkten wie Asien und dem Mittleren
Osten engagieren, noch 2011 eröffnet z. B. das Melía Dubai. Die im
letzten Jahr abgeschlossene Kooperation mit der Wyndham Hotel Group soll
vor allem die Marke Tryp im amerikanischen Markt und auch weltweit
weiter voran bringen. Insgesamt macht sich die spanische Hotelgruppe von
ihrem Heimatmarkt zunehmend unabhängiger der Anteil des
Vorsteuergewinns aus dem spanischen Markt beträgt mittlerweile nur noch
22 %. 2011 soll auch der neue Strategie-Plan 20122014 vorbereitet
werden, der für die nächsten drei Jahre besonders Neueröffnungen im
Premiumsegment vorsieht, darunter das sich im Besitz befindliche ME
London. Ein Großteil der 27 Neueröffnungen werden Managementverträge
sein. www.solmelia.com Worldhotels hat 73 Häuser mit ca. 20.000 Zimmer
aufgenommen und konnte so bei den Neuaufnahmen 2010 das erfolgreichste
Jahr seit der Gründung vor 40 Jahren verzeichnen. Zu den Neuzugängen
zählen auch zehn Hotels im deutschsprachigen Raum, z. B. die Rilano
Gruppe mit sechs Häusern. Zudem sind in Deutschland das Axelmannstein
Resort in Bad Reichenhall und das Ameron Hotel Regent hinzugekommen. Im
Vergleich zu 2009 stieg die Zahl der generierten Übernachtungen um 25 %.
2011 sollen die bisher über 450 Hotels in 65 Ländern um 80 weitere
Häuser ergänzt werden. Als neue Initiativen wurden die Verkaufsstrategie
Fast Forward und das Onlineprogramm Spider by Worldhotels entwickelt.
www.worldhotels.com 22 4/2011 Foto: Waldorf Astoria Berlin
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 23
Residence Inn by Marriott München City Ost Die Kettenhotellerie hat es
endlich geschafft, in Europa im Apartmentgeschäft mit echten Projekten
Fuß zu fassen. Marriott International z. B. schickt im Herbst 2011 das
europaweit erste Haus der Marke Residence Inn ins Rennen. Dabei setzt
man beim Premierenhaus auf eine Kombination: Das Residence Inn by
Marriott München City Ost wird sich in einem Gebäudekomplex mit dem
Hotel Courtyard by Marriott München City Ost befinden und über 125
Suiten und Studios, eine Hotellobby mit diversen Sitzecken und
Außenterrasse, einen Spa- und Fitnessbereich, einen 24-Stunden-Markt
sowie einen Waschraum mit Waschmaschine und Trockner verfügen. Derzeit
findet der Ausbau der von Claudio Carbone entwickelten Inneneinrichtung
statt, so dass ab Herbst die 30 m² großen Suiten selbst mit einem
großzügigen Wohn-, Essund Arbeitsbereich mit WLAN, Kitchenette mit
Spülmaschine und Kühlschrank sowie ein Bad aufwarten werden. Auf den
europäischen Markt angepasst finden sich im Gegensatz zu den USA in den
Räumen große Fenster, ein Holzboden und eine Schlafcouch ansonsten
setzt man auf zahlreiche bewährte Hotelservices der traditionsreichen
Marke. Die Langzeitgäste, die zu zwei Drittel aus dem Businessbereich
kommen werden, können nicht nur das Restaurant und die Tagungsräume im
Courtyard nutzen, sondern im Residence Inn auch ein kostenloses
Continental-Frühstück erhalten. ,,Damit sind wir nahe an einem
Hotelservice", betont Iris Baugatz, Area Director of Sales &
Marketing, Central Europe bei der Marriott Hotel Holding. Wie auf dem
Heimatmarkt werden wöchentliche Get-togethers in den
Unterhaltungsbereichen der Lobby stattfinden. ,,Damit sollen unsere
Gäste, die über Wochen und Monate bei uns wohnen, eine Art
Familienersatz finden können", ergänzt Beat Kuhn, Managing Director,
Division Hotel bei der SV Group, die Franchisenehmerin beider Hotels
ist. Künftig soll es in Deutschland sowohl Kombinationen von einem
MarriottHotel mit einem Residence Inn geben als auch jeweils
alleinstehende Häuser. In München wird Kayhan Kilit der General Manager
des Residence Inn und des Courtyard by Marriott fungieren und dabei mit
einer Verkaufsabteilung und nahezu einem Team für beide Häuser arbeiten.
Residence Inn bildet seit der Gründung 1975 die weltweit zweitstärkste
Marke der Marriott-Gruppe mit 610 Häusern in den USA, Kanada und Costa
Rica. www.marriott.com InterContinental hat offiziell seine Hotels in
Düsseldorf, Köln und Berlin abgegeben, und Dorint bereitet die Häuser in
Berlin und Düsseldorf auf die Übergabe an neue Betreiber vor. Wer es
sein wird, konnte auch am 1. April 2011 noch nicht bekanntgegeben
werden. ,,Gern hätten wir heute die Ergebnisse unserer Verhandlungen
präsentiert. Wir sind jedoch kurz vor dem Abschluss der Verträge und
rechnen spätestens bis Mitte April mit einem Ergebnis", erklärt Olaf
Mertens, der Geschäftsführer von Neue Dorint GmbH. Derzeit trägt das
Berliner Fünf-Sterne-Haus vorübergehend den Namen ,,Dorint Hotel
Convention Center Berlin", das Düsseldorfer Haus heißt aktuell und auch
nur temporär ,,Dorint Hotel Königsallee Düsseldorf". Das Kölner
InterContinental wird hingegen endgültig unter der Marke Dorint als
,,Dorint Hotel am Heumarkt" geführt, womit die Kölner Dorint neben dem
,,Dorint An der Messe" jetzt zwei Hotels in Köln betreibt. ,,Köln ist
unser Heimatmarkt", erklärt Olaf Mertens. ,,Wir erhoffen uns erhebliche
Synergieeffekte der beiden Kölner Häuser im Bereich Verkauf und
Marketing." Hintergrund der Veränderungen ist ein Rechtsstreit zwischen
der InterContinental Hotel Group, die die drei Hotels betrieb, und der
Neuen Dorint GmbH als Pächter. Im Januar wurde bekannt, dass
InterContinental die Managementverträge mit der Dorint zum 31. März 2011
gekündigt hat. ,,Die rund 740 Mitarbeiter in den Häusern in Berlin,
Düsseldorf und Köln waren bereits Angestellte der Neue Dorint GmbH und
werden es auch bleiben", erklärt Olaf Mertens. Buchbar sind die drei
Häuser derzeit über Dorint. Heike Sievers www.dorint.com Mein Tee Mein
ist Bio. .. Starwood Hotels & Resorts Worldwide will in den nächsten
drei bis vier Jahren über 50 neue Hotels in Europa, Afrika und im Nahen
Osten eröffnen. Das Wachstum stützt sich dabei vor allem auf die
Nachfrage nach den Luxus- und designorientierten Marken, so werden
allein 2011 zwölf dieser Hotels in der Region eröffnet. Weltweit plant
Starwood für 2011 den Start von 70 bis 80 Hotels. Zu den wichtigsten
Projekten in dieser Region zählen fünf neue St. Regis Hotels in Italien,
Mauritius oder Katar, das Debüt der W Hotels in London, Paris und St.
Petersburg sowie die Einführung der Starwood-Marke Le Méridien in der
Türkei. In der Türkei strebt das Unternehmen ein 60 %-iges Wachstum an,
bis zum Jahr 2013 wird Starwood darüber hinaus sein Portfolio in
Russland verdoppeln. Zugleich werden in Europa derzeit mehr als 100 Mio.
$ in Renovierungen investiert. Als imposanter Neubau ist gerade in
Mailand das Sheraton Milan Malpensa Airport Hotel & Conference
Center gestartet. 433 Zimmer und die 2.000 m² große Veranstaltungsfläche
sind unter anderem in dem 420 m langen Gebäudekomplex untergebracht.
www.starwoodhotels.com 1 F C 04/11 DE- 0 03- Öko - Kontrolls telle 9
außergewöhnliche Teekompositionen in BIO-Qualität Bitte senden Sie mir
Informationen und Teeproben des BIO Gourmet-Sortiments Adresse oder
Stempel Foto: Marriott Alpenländisches Kräuterhaus GmbH & Co. KG
Otto-von-Steinbeis-Str. 16 · 83052 Bruckmühl Tel.: 08062/728070 · Fax:
08062/728072 www.alpenlaendisches-kraeuterhaus.de 4/2011 23
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 24
ROMANTIK HOTEL SACKMANN Von den Sterneköchen Deutschlands geprägt,
entwickelte Jörg Sackmann im Restaurant Schlossberg des Romantik Hotel
Sackmann in Baiersbronn-Schwarzenberg eine von Aromen gezeichnete
Gourmetküche jetzt halten diese auch Einzug im Wellnessbereich.
Jongleur der Aromen E igentlich ging Jörg Sackmann in die Welt hinaus,
um den Weg ins HotelManagement einzuschlagen und später das seit 1927 im
Familienbesitz befindliche Romantik Hotel Sackmann zu übernehmen. Bei
seiner Grundausbildung in der Küche stellte sich jedoch bald das feine
Gespür und Talent des damals 18-Jährigen heraus. Daraufhin heuerte er in
der Traube Tonbach bei Harald Wohlfahrt als Lehrling an, ging gleich
anschließend zwei Jahre lang Henry Levi im Maître Berlin zur Hand und
erhielt seinen letzten Schliff in Eckart Witzigmanns Aubergine. Einen
Vorgeschmack auf die Sterneküche im Gepäck, kehrte der jüngste Sohn des
Sackmann-Clans 1988 in den elterlichen Betrieb zurück und verdingte sich
zunächst als Koch für die rustikale Anita-Stube und das
Silberberg-Restaurant. Sein Ideenreichtum verlangte jedoch nach mehr und
führte schließlich zur Neuentstehung des Gourmet-Restaurants
Schlossberg. Von seinen Lehrmeistern geprägt ließ er seither im Romantik
Hotel Sackmann seiner eigenen Kreativität freien Lauf. Das Steckenpferd
des heute 50-Jährigen ist vor allem die Aromenküche die er 2008 in
seinem zweiten Kochbuch ,,Aromen" festhielt. Sein Credo ist die
Verarbeitung frischer Produkte: ,,Ich möchte meine Menükarte nicht immer
im Voraus festlegen, sondern je nachdem, was es gerade auf dem Markt
gibt, gestalten", erklärt der Chefkoch, unter dessen Leitung insgesamt
22 Köche im Hause Sackmann stehen. Für die bis zu 45 Gäste der
Anita-Stube und die maximal 35 Gourmet-Liebhaber des Schlossbergs
zaubert das Team herzhafte Speisen wie Kalbsbäckchen in Barolosauce mit
ThymianHonig-Flan, Senfkraut und Kalbsbries oder süße Sünden wie Ananas
Baba mit Orange, Kokosmilch Bisquit, Passionsfrucht und Chili. Die bis
zu 90 Hausgäste im Silberberg können täglich zwischen drei
Fünf-GängeMenüs wählen, von denen eines aus Mut- 24 4/2011 Fotos:
Romantik Hotel Sackmann
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 25
ROMANTIK HOTEL SACKMANN ters Küche stammt, eines mit internationalen
Zügen glänzt und ein anderes den Titel Wellfit-Gericht trägt. Tricks und
Tipps der Gourmetküche verrät der Sternekoch interessierten Hobbyköchen
inzwischen nicht mehr nur in seinen zweimal monatlich stattfindenden
Kochkursen, sondern auch während der Kochshow ,,ARD-Buffet". Himalaya
Salzsteinsauna des Meisterkochs bevorzugte Ingredienzien ins Spa bringen
und den Gast bereits hier auf abendliche Gaumenfreuden einstimmen. In
der KeloSauna ergänzen Aufgüsse aus Wein und Honig den Duft des
finnischen Fichtenholzes, ein Ruheraum greift aromatisch und optisch die
Themen Salz und Gewürze auf. Im Spa-Trilogie-Raum tauchen die Gäste in
ein Hammam mit orientalischen Düften, einen Infinity Solo Pool mit
duftenden Ölen und Rosenblüten sowie in ein Serialbad für Zwei ein.
Anschließende Abkühlung bietet der Schwimm- und Aromenpool auf einer
Fläche von rund 100 m² sowie ein dazugehöriger Eisbrunnen. Insgesamt
investierte die Familie Jörg Sackmann ca. 3,5 Mio. in die neue
Wellnesswelt, in der klare Linien und Formen sowie Materialien wie
Natur-, Nussbaum- und Olivenhölzer vorherrschen. ,,Es war an der Zeit,
unseren bisherigen Spa-Bereich einer Verjüngungskur zu unterziehen und
diesen vor allem für unsere junge Klientel wieder attraktiv zu
gestalten", berichtet Jörg Sackmann. Seit Sommer 2009 ergänzt zudem der
Außenbereich, die Panorama-Dachterrasse, mit modernen Sitzinseln und
Liegen in Flechtoptik das Angebot der Themenlandschaft. An Jörg
Sackmanns Seite steht seit rund zehn Jahren die Hotel- und
GastronomieEinkaufsgenossenschaft HGK. ,,Ich bin schon immer neugierig
gewesen und habe mich stets nach Neuem umgeschaut", beschreibt Jörg
Sackmann sein Gemüt. ,,Vor vielen Jahren kam mir dann von verschiedenen
Kollegen die HGK als Partner zu Ohren." Einmal ein Angebot von dieser
erhalten blieb er der Einkaufsgenossenschaft seither treu und bezieht
,,alles, was so anfällt" über sie. Dazu zählen Güter für den
alltäglichen Gebrauch im F&B-Bereich ebenso wie Inventargüter. ,,Vor
allem die Beratung ist Klasse", betont der Hotelier und Gastronom.
,,Stelle ich eine Anfrage, bekomme ich stets die besten Markenprodukte
zum optimalen Preis." Und da sich alte Gewohnheiten im Hause Sackmann
bisher gut bewährt haben, will der Hotelchef in ferner Zukunft seinen
Kochlöffel an die vierte Generation Sackmann weiterreichen. Denn hier
stehen seine Söhne Nico (23) und Daniel (22) unter anderem als gelernte
Köche schon in den Startlöchern. hel Romantik Hotel Sackmann 72270
Baiersbronn-Schwarzenberg www.hotel-sackmann.de ANZEIGE Aromenwellness
Rosmarin, Thymian & Co. gehören nur an den Herd? Weit gefehlt seit
Herbst 2008 bringt Jörg Sackmann seine kreative Ader für die Aromen aus
aller Welt auch im Sackmann-Spa unter. Zwei Jahre hat der Hotelchef
nach einem hierfür passenden Konzept gesucht. ,,Eine Art Schablone zu
nehmen, auf die zur Verfügung stehende Fläche zu legen und danach die
architektonische Gestaltung zu planen war mir zu plump", erklärt er
seine Vorgehensweise. ,,Gemeinsam mit den Experten von Schletterer
Wellness & Spa Design nahm ich stattdessen die Zutaten Kräuter,
Gewürze sowie Aromen und entwickelte darauf basierend ein Spa-Konzept."
Entstanden ist so auf 1.200 m² eine Wellnesswelt rund um Kräuter, Salz,
Wein und Honig, indem z. B. ein Kräuter- und Blütendampfbad sowie eine P
E R F E K T INSZENIERT: KAFFEE & SNACK Espresso, Cappuccino, Latte
macchiato oder mal ganz klassisch Kaffee ist Ausdruck eines urbanen
Lebensstils und wird in vielen Varianten genossen. Das kann zum
Frühstück im Hotel oder nach dem Dinner sein, aber auch im Bistro,
Coffeeshop oder in der Bäckerei. Dabei wird die Kaffeepause gerne schon
mal zur Mahlzeit zwischendurch ausgedehnt. TAFELSTERN präsentiert mit
SOLUTIONS eine faszinierende Antwort auf diesen Trend. Denn das
außergewöhnliche Kaffeekonzept schließt optisch ungewöhnliche Flachteile
zum Servieren von kleinen Speisen mit ein. Schon beim Frühstück
verbreitet die ungewöhnliche Formensprache eine ganz eigene Aura. Die
Teller und Platten nutzen mit ihrer eckigen Außenform und ihren
terrassenförmigen Oberflächen den Platz am Tisch optimal und sind ideal
für das Präsentieren verschiedenster Speisen. Aufschnitt und Käse kommt
genauso überzeugend zur Geltung wie edler Räucherfisch, Obstvariationen
oder Rührei mit Speck. Milch und Zucker werden auf einem speziellen
Tablett serviert, das vielseitig eingesetzt werden kann. Natürlich hat
TAFELSTERN auch an die Teeliebhaber gedacht: mit einer speziellen
Teetasse und einer charakgenauso gute Figur wie die Suppenschale.
Appetizer lassen sich verlockend auf dem neuartigen Gourmetlöffel
platzieren, der sich ebenso als Presenter für Pralinés eignet. Auch für
die kleine Pause während des Shoppings im Café oder in der Bäckerei hat
SOLUTIONS raffinierte Lösungen parat: Belegte Brötchen, Sandwiches und
Kuchen werden gleich auf quadratischen oder rechteckigen Tellern
angerichtet und platzsparend im Tresen präsentiert. Mit SOLUTIONS hat
TAFELSTERN ein innovatives Kaffeekonzept entwickelt, das beeindruckende
Antworten auf die urbane Kaffee- und Snackkultur gibt. Dabei lassen sich
die ausgefallenen Tassen, Teller und Accessoires aus hochwertigem
Hartporzellan made in Germany spielend mit allen anderen TAFELSTERN
Kollektionen kombinieren. Eine Dekoration mit persönlichem Logo verleiht
der besonderen Kollektion eine noch individuellere Note. teristischen
Kanne, in die ein Sieb für losen Tee passt. Ein Wasser- und ein
Latte-macchiato-Glas komplettieren das Konzept. Auch am Mittag ziehen
immer mehr Menschen einen leichten Lunch einer üppigen Mahlzeit vor. Die
Speiseartikel von SOLUTIONS bieten auch dafür einen abwechslungsreichen
Rahmen. Auf der langen Platte machen Sandwiches eine Eine Marke der BHS
tabletop AG · www.tafelstern.de 4/2011 25
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 26
Mit dem Wiederaufleben der Kaffeekultur sind die Ansprüche der Gäste in
Hotels und Restaurants gestiegen. Mit Vielfalt und Qualität kann man
diese aber leicht erfüllen. D as Angebot an Spezialitäten muss
vielfältig und die Qualität des Produktes hoch sein. Darüber hinaus
achten Gäste auf den korrekten Service sowie auf Bio- oder nachhaltige
Rohstoffe für Kaffee und Tee. Diese hohen Ansprüche zu erfüllen ist für
Hoteliers und Gastronomen manchmal aufwändiger, als sie es sich zeitlich
leisten können. Kaffeeröster und Maschinenhersteller greifen ihnen
dabei unter die Arme. Einige der neuesten Pro- dukte dazu sollen später
vorgestellt werden. Wie sie diese Produkte umsatzbringend verkaufen,
lernen Gastronomen in Schulungen, die z. B. illycaffè seinen
Gastronomiepartnern anbietet. Zu den Themen Kaffee, Tee und Kakao lehrt
auch J.J. Darboven, und Azul lädt in seine AromAkademie ein. Auch
Kaffeetechnikexperten wie Franke bremer führen Schulungen, die über die
reine Maschinenerklärung hinausgehen, mit Gastronomen durch. Als Mittel
der Qualitätssicherung bietet z. B. Lavazza im hauseigenen
Schulungszentrum in Frankfurt am Main verschiedene Kurse an. Die
Gastronomiekunden werden aber ebenso grundsätzlich bei der Auswahl des
passenden Lavazza-Produkts und der geeigneten Kaffeemaschine beraten.
Bei Sara Lee Deutschland wird Kaffee als Gesamtkonzept betrachtet:
,,Qualität, Beratung und Service dies sind die entscheidenden
Faktoren, mit denen wir unsere Kunden unter- Grower's Cup Kaffee Partner
Franke bremer Melitta SystemService Douwe Egberts 26 4/2011 Fotos:
Seeberger, Grower's Cup, Kaffee Partner, Franke bremer, Melitta
SystemService, Douwe Egberts Qualität in der Tasse
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 27
Macchiavalley Thermoplan La Cimbali Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck
Fotos: Macchiavalley, Thermoplan, La Cimbali, Rancilio, Nespresso
stützen", erklärt Geschäftsführer Udo Leunissen. Mit zahlreichen Ideen
sorgen die Kaffeepartner zudem für eine hohe Vielfalt auf der
Getränkekarte, z. B. präsentieren illycaffè mit illycrema oder Lavazza
mit ihrem Cremespresso ,,geeiste" Kaffeespezialitäten für den Sommer.
Oder soll es doch lieber ein kalter Erdbeer-Milchschaum sein? Unter dem
Motto ,,Entfache die Vielfalt" zeigt Franke bremer ein Kaffeekonzept,
das dem Anwender mittels der Spectra Foam Master mit Flavour Station die
Gelegenheit bietet, seinen Gästen Kaffee in einer abwechslungsreichen
Form zu präsentieren. Dem Thema Vielfalt widmet sich auch die WMF 2000
S. Der Vollautomat wird in drei Varianten angeboten: Die Standardversion
mit dem integrierten Milchschäumer, die ,,Steam-Milk"-Version für das
manuelle Aufschäumen der Milch oder die ,,DualMilk"-Version, die beide
Zubereitungsarten in einer Maschine vereint. Wer dem Gast eine
Selbstbedienung ermöglichen möchte, wird bei dem neuen Modell 1800 S
fündig. Variable Parameter wie Brühtemperatur, Mahlgrad sowie
Kaffeemehlmenge ermöglichen eine individuelle Vielfalt. Optional sind
dazu Geräte wie ein Kartenleser oder ein Münzwechsler erhältlich. Als
,,Qualitätsoffensive in puncto Cafitesse" präsentierte Sara Lee
Deutschland auf der diesjährigen Internorga das Modell Excellence. Der
kompakte Vollautomat bereitet z. B. einen Cappuccino in 14 Sekunden zu.
Der neue Blend Superior Dark Excellence ist auf den Kaffeevollautomaten
abgestimmt und besteht zu 100 % aus dunkel gerösteten Arabica-Bohnen aus
Mittelamerika und Brasilien. Wenn an der Bar oder am Frühstücksbuffet
wenig Platz zur Verfügung steht, lassen sich dennoch mit der
Black&White One von Thermoplan zahlreiche Kaffeespezialitäten
zubereiten. Mit der integrierten Milchlösung bereitet der Vollautomat
einen cremigen Milchschaum zu. Er ist mit dem POD-System ausgestattet,
mit dem alle marktüblichen Kaffee-Pads verarbeitet werden können. Das
von Kaffee Partner und Sieger Design entwickelte Modell Ultima Duo zeigt
ein minimalistisches Design in Schwarz, das über ein Touchscreen hinter
Sicherheitsglas bedient wird. Zwei Mühlen von Mahlkönig sowie die
vorgewärmte Edelstahlbrühkammer erlauben eine hohe Zubereitungsfrequenz.
Änderungswünsche beim Kaffeegeschmack oder der Dosierung können per
Fernwartung online umgesetzt werden. Neben vielen Kaffeespezialitäten
bereitet der neue Vollautomat Bar-cube IS von Melitta SystemService auch
Schokoladenspezialitäten zu. Durch ein integriertes Schokomodul stehen
zwei Sorten auf Milch- oder Pulverbasis zur Verfügung. Das Innenleben
wartet mit einer robusten Rotationspumpe und einem HACCP zertifizierten,
automatischen Reinigungssystem auf. Ob Kaffeespezialitäten oder Kaffee
Schwarz der Vollautomat von Logo Café bereitet sie in wenigen Sekunden
zu. Die Reinigung erfolgt ohne den Einsatz von Chemie und
Reinigungstabletten. Er ist nun in neuem Design erhältlich und lässt
sich individuell gestalten. IMPRESSA X9 Win KaffeeKULT für Profis
Halbautomatisch gebrüht Mit der Stella di Caffè präsentierte Unic auf
der diesjährigen Internorga seinen neuesten Siebträger. Großvolumige
Multi-Boiler Rancilio Nespresso www.juragastroworld.de
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 28
KAFFEE & CO. Ronnefeldt Meßmer ProfiLine Salus Althaus Eilles Tee
28 4/2011 Fotos: Ronnefeldt, Meßmer ProfiLine, Alpenländisches
Kräuterhaus, Althaus, Eilles Tee, Azul mit vernetzter Leistungskontrolle
und der thermischen Kontrolle PID sorgen für eine bessere
Temperaturstabilität, Präzision und Flexibilität. Die Maschine ist in
den Versionen Standard und Volume+ verfügbar mit zwei, drei oder vier
Gruppen. Ebenfalls auf der Fachmesse feierten die beiden
Espressomaschinen von Rancilio, die Classe 7 und die Classe 9, ihre
Deutschlandpremiere. Die Classe 7 steht in den Versionen Automatik ,,E",
Halbautomatik ,,S" sowie als Handhebelmaschine zur Verfügung. In der
Siebträgermaschine M39 GT aus dem Hause La Cimbali wird durch ein
patentiertes Heizsystem das Wasser in zwei Stufen erhitzt und zur
jeweiligen Gruppe geleitet, wo ein weiterer Boiler für die gewünschte
Brühtemperatur sorgt. Damit die Extraktion empfindlicher Kaffeesorten
möglichst schonend erfolgt, sind die Gruppen bezüglich der
Brühtemperaturen frei programmierbar. Für Cappuccino & Co. ist die
Dampflanze ständig in Bereitschaft. Den hohen handwerklichen Anspruch an
Siebträgermaschinen vereint Macchiavalley jetzt mit einem kompakten
Format in der neuen Halbautomatenserie Selection. Die vier Modelle
Emotion, Classic, Style und Life verfügen über ein neues
AromaPerfectSystem, das dafür sorgt, dass der Abstand zwischen
Kaffeepuck und Dusche angepasst wird. Mit der neuen Nespresso-Maschine
Aguila dringt der Kaffeespezialist immer tiefer in die Gastronomie vor.
Durch ihr vierköpfiges Brühsystem ermöglicht die Maschine in
Siebträgeroptik die gleichzeitige Zubereitung von mehreren Kaffees sowie
-spezia- litäten. Das dazu passende Kaffeeangebot der Nespresso
Business Solutions besteht aus jeweils zwei Ristretto-, Espresso-,
Lungo- sowie koffeinfreie Varietäten. Eine klassische Form der
Kaffeezubereitung lässt der Bremer Kaffeeröster Azul aufleben. Zur
Internorga präsentierte er die moderne Bayreuther Kanne, die das
Aufbrühen von Filterkaffee angemessen zelebriert. Für die Zubereitung,
die direkt am Tisch erfolgen kann, werden je nach Kaffeesorte pro Tasse
etwa 7 bis 8 g frisch gemahlenes Kaffeepulver direkt in das
Porzellansieb des Filters gegeben, der Wasserverteiler aufgesetzt und
mit siedend heißem Wasser aufgegossen. Der Röster empfiehl dafür seine
Sorten Das Beste, Cerro Verde Coffee Brasil oder Guatemala. dem Silver
Label findet man vorwiegend kraftvolle Sorten. Das Green Label vereint
Bio- und Fairtrade-Kaffees, mit einem runden und würzigen Charakter. Für
den schnellen Kaffeegenuss auf dem Zimmer hält Grower's Cup das
passende Produkt bereit. Dazu muss der Gast nur die Tüte aufreißen und
mit heißem Wasser übergießen. Der Kaffee ist in sechs afrikanischen und
sechs amerikanischen Varianten erhältlich. Neue Teekultur Als Ergänzung
seines konventionellen Teesortiments bietet Althaus seinen Partnern in
Gastronomie und Hotellerie ein Bioteesortiment in Pyramidenbeuteln an.
Acht Sorten der Marke PureTea können fortan als Komplettlösung
eingesetzt werden. Der steigenden Nachfrage nach Biotees ist auch das
Alpenländische Kräuterhaus mit der Marke Salus nun nachgekommen, indem
es das Angebot auf 30 Sorten erweitert hat. Damit ist saisonale
Abwechslung möglich. Das Sortiment kann in dem neuen Thekenaufsteller
des Teeexperten ansprechend präsentiert werden. Dem Thema ,,Das Auge
trinkt mit" widmet sich Meßmer ProfiLine mit seinen neuen
Servicematerialien. Für das minimale Platzangebot gibt es eine
,,Schatztruhe" aus Kirschholz. Sie bietet Raum für fünf Kännchensorten.
Für insgesamt sieben Kännchensorten und acht Sorten Tassenportionen ist
die Kombitruhe Premium, eine massive Kirschholztruhe, ausgelegt. Mit dem
Fruity White bietet das Teehaus Ronnefeldt erstmals einen weißen
Blatttee als Tassenlösung an. Die Frühlingspflückung schmeckt nach
Birne-Pfirsich und ist mit dem europäischen Bio-Siegel ausgezeichnet.
Würzig und exotisch präsentiert sich Ronnefeldts fertig portionierter
Chai für die Tasse. Aus einem vielfältigen Teeangebot kann man bei
Eilles Tee schöpfen. So stehen über 50 lose Teesorten in
Aromaschutztüten, 27 servierfertig verpackte Blatt- und Brokentees im
pyramidenförmigen Tea Diamond® als Becher- oder als Kännchenportion im
Tea Jack zur Auswahl. teo Von Afrika bis Amerika Dem Thema der
Ursprungskaffees hat sich J.J. Darboven gewidmet. Die Pure Origins
präsentieren sich nun in neuem Design und wurden durch die neue Sorte
Mexico Perla Cara ergänzt. Perlbohnen sind rundliche Kaffeebohnen, die
als Ganzes statt wie üblich in zwei Bohnenhälften in der Kaffeekirsche
heranreifen und für ihr intensives Aroma bekannt sind. Weitere Sorten
stammen aus Kenia, Äthiopien oder Indien. Mit einem neuen Markenauftritt
präsentiert Seeberger nun seine Kaffeespezialitäten. Eine neue
Sortimentsstruktur ordnet die Kaffeespezialitäten in vier Labels. Unter
dem Black Label finden sich die Spitzensorten aus 100 % Arabica. Der
Gastronom kann hier aus einem breiten Sortiment von sieben Röstkaffees
wählen. Die erfolgreichen Klassiker aus der Seeberger-Reihe wurden im
Gold Label gruppiert. Die meisten Rohkaffees aus dieser Kategorie
wachsen in den faszinierenden Höhenlagen Süd- sowie ZentralaAzul
merikas. Unter
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 29
EXCELLENCE IN COFFEE T E C H N O LO G Y Mehr Qualität in der Tasse
Harmonie in Kaffeebraun Mit dem Spree Balance Kur & Wellness Haus im
Spreewald wollte der Inhaber Helmut Kollosche eine Nische zwischen den
verbreiteten Zwei- bis Drei-Sterne-Hotels und dem einzigen
Fünf-Sterne-Haus schließen. Auch beim Kaffee setzt das Hotel auf
Premiumangebote. D Fotos: Spree Balance Kur & Wellness Haus, Jacobs
Professional as Spree Balance Kur & Wellness Haus wurde 2009 in Burg
im Spreewald, ca. 100 km von Berlin entfernt, eröffnet in einer
Region, die sich steigender Übernachtungszahlen erfreut. ,,Selbst im
Januar und Februar 2011 hatten wir Auslastungen zwischen 40 und 50 %,
was viel für die Zeit ist", berichtet die Hoteldirektorin Antje
Kollasch. Noch immer würde der Spreewald aber primär nur als
Sommerreiseziel wahrgenommen, obwohl der Winter mit zugefrorenen Fließen
und einer besonderen Stille locke. Die Motive des Spreewalds greift das
Hotel immer wieder auf, ohne folkloristisch und kitschig zu wirken:
Stilisierte Schilfhalme an den Flurwänden treffen auf grüne und braune
Farbtöne und Fotos. Die 20 Zimmer und Suiten sind entsprechend den
Elementen Feuer, Erde und Natur in warmen Rot-, Braun- und Grüntönen ge-
halten. Auf der Speisekarte des Restaurants Konrad's finden sich einige
Klassiker wie Spreewälder Gurkenschmaus und Zanderfilet. Im Allgemeinen
interpretiert der Küchenchef Konrad A. Wackerle aber alle Speisen
modern als ,,eine Harmonie aus der World of Cuisine" und lockt damit
viele Gäste aus der Umgebung an. Antje Kollasch schätzt den Anteil der
Außer-Haus-Gäste auf ca. 40 %. ,,Unser Restaurant hat sich zu einem
Geheimtipp entwickelt." Zum Verweilen laden die Bar und Lounge ein, eine
separate Kaffee- und Teekarte verrät, dass es hier JacobsKaffee aus der
Edition Noir gibt. ,,Dieser Kaffee ist das absolute Premiumsegment bei
Jacobs Professional", weiß Antje Kollasch. Mit dem Eigentümer habe sie
sich ,,durch die Lande getestet", und am Ende festgelegt, dass es dieser
Kaffee sein müsse. Jacobs Professional stellt die Edition Noir zu 100 %
aus Arabica-Bohnen her, die nur aus den besten Anbaugebieten der Welt
bezogen werden. Die Experten beraten individuell vor Ort zum Einsatz von
Wasser und Kaffee und helfen den Hoteliers bei der Wahl des passenden
Maschinensystems. Im Spree Balance werden monatlich, je nach Saison, bis
zu 16 kg des Kaffees verbraucht. Bei den Gästen sind vor allem der
Milchkaffee und der Espresso gefragt. Heike Sievers Spree Balance Kur
& Wellness Haus 03096 Burg · www.spreebalance.de Professionelle
Kaffeezubereitung Ob Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck oder
Kaffeezubereitung auf traditionelle Art, mit Profi-Kaffeemaschinen von
MACCHIAVALLEY entscheiden Sie sich für perfekte Qualität und führende
SpitzenTechnologie: www.mv-t.de
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 30
Grenzenlos tagen Tagen bedeutet in den Hirschenhotels in Parsberg nicht
allein das Bereitstellen von Raum und Technik, sondern ein grenzenloser
Kommunikationsaustausch im Tagungspavillion des Hirschenhofgartens mit
zahlreichen In- und Outdoorbereichen ein lebendiges Kaffeekonzept
inklusive. men aus der Region zu schätzen, indem sie immer wieder ihre
Tagung hier veranstalten. ,,Der Nachfragemarkt hat sich ständig
verändert und neue Aufgaben sind auf uns zugekommen", erklären die
geschäftsführenden Eigentümer Andrea und Lorenz Ferstl die Entscheidung,
1997 eine alternative Tagungsspezialisierung einzuschlagen. Dabei hatte
sich der Umsatz des Hotel Hirschen seit 1975 versechsfacht. Doch die
Gäste seien heute viel aktiver geworden, so dass man sich als Hotel in
den einzelnen Bereichen des Betriebes deutlich profilieren müsse, um
langfristig bestehen zu können, betonen sie. Die Hirschenhotels bestehen
seitdem aus zwei Häusern: Das Romantik Hotel Hirschen, das sich seit
der Gründung Ende des 19. Jahrhunderts allmählich von einer Metzgerei zu
einem ,,Qualitätsbetrieb mit mittelständischem Komfort" entwickelt hat,
richtet sich heute vor allem an Individualreisende, die besonders die
Gourmetküche und das umfangreiche Angebot an Wellnessbehandlungen
schätzen. Zudem finden hier zahlreiche Feste und Feiern für bis zu 150
Personen statt. Das gegenüberliegende, 1997 neugebaute Garten Hotel
Hirschenhof, das sich aus einem Gästehaus entwickelt hat, verfügt über
einen Tagungspavillion mit fünf spezialisierten In- und
Outdoor-Tagungsbereichen, einen Lern- und Sportgarten, ein Spa mit
Hallenbad, einen Fitnessbereich und eine Partyhütte. Beide Hotels
verstehen sich als eine Einheit und werden auch so geführt sowohl die
Gäste als auch die Mitarbeiter nutzen bzw. arbeiten in beiden Hotels mit
jeweils 35 Zimmern. Kaffee mit Mehrwert Das Tagen, das auch im Romantik
Hotel Hirschen in einer eigenen Konferenzetage mit zusätzlichen bis zu
300 m² stattfinden kann, unterliegt wie so vieles im Hotel einer
bestimmten Wertevision. Beim Konzept ,,Grenzenlos Tagen" z. B. soll der
kreative Arbeitsprozess nicht durch feste Zeiten un- L ächelnd huschen
Seminarteilnehmer durch die Gänge und diskutieren mögliche
Lösungsansätze, andere informieren sich mit Blick auf den Garten und die
Kunstskulpturen im Raum über den aktuellen Forschungsstand, und wieder
andere proben beim Weißwurst-Seminar die Teamfähigkeit. Wer die
Hirschenhotels in Parsberg in der Oberpfalz bucht, bekommt neben der
obligatorischen Hardware ein Paket voller Kommunikationsmöglichkeiten,
und das wissen inzwischen viele Unterneh- 30 4/2011 Fotos:
Hirschenhotels
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 31
terbrochen werden und stattdessen jeder selbst entscheiden, wann er
eine Pause einlegt. Die Teilnehmer erhalten entsprechend zwischen 9 und
19 Uhr in einer eigenen Pausenzone frische Getränke, frisches Obst,
Joghurt, Trockenfrüchte und Snacks. Kaffee steht ihnen rund um die Uhr
zur Selbstbedienung an der kompakten Jura Impressa Xs 95 zur Verfügung,
die für den Bedarf von bis zu 60 Tassen ausgelegt sind. Jeder
Tagungsbereich verfügt über einen eigenen mobilen
Espresso-/Kaffee-Vollautomaten von Jura. Der Seminargast kann aber auch
z. B. das Croissant-Frühstück im Restaurantbereich des Garten Hotel
Hirschenhof genießen, wo er mit den Spezialitäten aus einer Jura
Impressa X9 Win verwöhnt wird. Die Espresso-/Kaffee-Vollautomaten von
Jura verfügen über zwei Mahlwerke und beherrschen neben Kaffeeklassikern
wie Ristretto und Espresso auch Latte Macchiato & Co. auf
Knopfdruck. Der Cappuccino ist auch in den Hirschenhotels die am meisten
nachgefragte Kaffeesorte, aber hier werden auch verschiedene Flavour-
und Sirupangebote gern in Anspruch genommen. Zudem gibt es eine eigene
Teebar. Insgesamt können die Hirschenhotels heute auf rund acht
Espresso-/Kaffee-Vollautomaten von Jura zurückgreifen, ,,denn Kaffee
wollen immer alle", weiß Andrea Ferstl. Viele Tagungsgäste kommen auch
privat mit ihren Familien in die Hotels sei es als Wellness- oder
Außer-Haus-Gast für die Gastronomie. Mit der ,,Oberpfälzer Lebensart"
haben die Hoteliers eine eigene Marke geschaffen, über die sie z. B. die
in der hauseigenen Metzgerei hergestellten Produkte verkaufen. In den
Hirschenhotels ist alles ein wenig anders traditionell, aber
ausgefallen. syk Garten Hotel Hirschenhof, Romantik Hotel Hirschen 92331
Parsberg www.hirschenhotels.com Tea-Time mit Versicherungsschutz
Wasserkocher, Kaffeemaschinen oder Mikrowellengeräte gehören in einigen
Hotels heute bereits zur Standardausstattung. Doch so aufmerksam der
Service, so wichtig ist die korrekte Anschaffung und Unterhaltung, denn
sonst steht der Versicherungsschutz auf dem Spiel. G eräte wie Flat-TV,
Uhrenradio oder Wasserkocher sind den ortsveränderlichen Geräten
zuzurechnen, für die besondere Regelungen gelten. Denn laut
Versicherungsbedingungen (Gebäude, Inventar, Betriebsunterbrechung)
verpflichten sich Hoteliers dazu, einheitlich alle behördlichen
Obliegenheiten oder vereinbarte VDS-Klauseln zu beachten. Diese fordern,
dass Elektrogeräte den einschlägigen Sicherheitsbestimmungen
(GS-/VDE-Zeichen) entsprechen, für die gewerbliche Nutzung geeignet
sind, nach den Bedienungsanweisungen betrieben werden und nach dem
Gebrauch so außer Betrieb gesetzt werden, dass eine Brandgefahr
ausgeschlossen wird (betrifft Heiz-, Koch- und Wärmegeräte). Zudem sind
Elektrogeräte regelmäßig durch eine Fachkraft oder anerkannte
Revisionsstelle zu überprüfen, Mängel unverzüglich zu beseitigen und
entsprechende Dokumentierungen zu erstellen. Die Überprüfungsintervalle
beginnen zum Teil bereits bei sechs Monaten und werden über
Berufsgenossenschaftliche Verordnungen (z. B. BVG A3), Technische Regeln
der Betriebs-Sicherheit (TRBS) oder versicherungsvertragliche
Vereinbarungen (z. B. VDS 3602, 2056) geregelt. Was vielen nicht klar
ist: Die Anschaffung von Elektrogeräten im nächsten Elektronikfachmarkt
scheidet damit in der Regel aus, denn sie sind nicht für die gewerbliche
Nutzung geeignet. Darüber hinaus erfordert ihre Unterhaltung eine
erhöhte Aufmerksamkeit des Servicepersonals, Revisionen verursachen
erhöhte Betriebskosten. Wer (un-)wissentlich auf Überprüfungen
verzichtet, riskiert schließlich bei Kausalität das Versagen des
Versicherungsschutzes. Kaum ein Versicherer oder Berater kommuniziert
diese Pflichten. Entsprechend unbekannt sind diese Vorgaben vielen
Hoteliers und werden nicht umgesetzt. Die Versicherungspolice wird damit
im Ernstfall zur Farce mit existenziellen Folgen. Auf die Hotellerie
spezialisierte Makler weisen nicht nur auf solche Klauseln hin, sondern
bieten entweder ,,entschärfte" vertragliche Lösungen oder geben
innerhalb eines Netzwerkes praktische Hilfe bei der Umsetzung. Volker
Begas, GGF Mosaic Versicherungsmakler, www.hotelversicherer.de DER
KAFFEE AN MEINER SEITE. [ A n d r e a s Grummes, Café Cron & Lanz,
Göttingen ] Foto: privat Seeberger KG · D-89025 Ulm www.seeberger.de
4/2011 31
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 32
bekannter machen muss. ,,Zum Glück wandelt sich aber gerade allgemein
das Image von Flughafenhotels, wovon auch wir besonders durch unsere
Lage profitieren", sagt der GM. Hier könne man z. B. mit ungewöhnlichen
Grundrissen in modernem Design bedingt durch die runde Gebäudeform
überzeugen. Zudem wartet das Hotel mit dem Restaurant Fellini und
Fitnessund Wellbeing-Bereich Pace auf. Der Chef macht Kaffee Wie eine
interne Rezidor-Umfrage gerade ergeben hat, legen die Tagungsgäste am
meisten Wert auf Tageslicht, ein gutes Kaffeeangebot und auf einen
kostenfreien Beamer. Im ersten Jahr konnte das Hamburger Hotel im
Restaurant und der Bar entsprechend 30.000 l Kaffee und weitere 30.000
Tassen Kaffeespezialitäten servieren. Beliebt sind gerade Klassiker wie
der Cappuccino und nach dem Essen der Espresso bzw. bei den Frauen der
Latte macchiato Sirupgetränke werden immer weniger nachgefragt. Der
Kaffee wird sowohl im Mengenbrüher in der Küche, wo zwei Cafina Alpha-F
von Melitta stehen, als auch an der Bar an dem optisch attraktiven
Vollautomaten Melitta® BarCube mit obligatorischem Milchkühlschrank
zubereitet. In den Tagungsbereichen und BusinessClass-Zimmern stehen
Nespresso-Maschinen zur Selbstbedienung zur Verfügung. Zahlreiche
Kaffeespezialitäten werden von den Gästen zudem über den Roomservice
geordert. Oft trifft man Holger Herrmann selbst an den
Kaffeevollautomaten. ,,Das ist manchmal die einzige Möglichkeit, das
Team in Stoßzeiten zu unterstützen", berichtet er. ,,Die Bedienung ist
kinderleicht, auch das automatische Reinigungsprogramm weiß ich zu
bedienen." Gerade hat das Haus erstmals eine Terrasse mit 25 Plätzen
eröffnet. Einen Kaffee genießen mit Blick auf abhebende Flieger
Flughafenhotels sind heute mehr als ein praktischer Bunker zum Schlafen.
syk Radisson Blu Hotel, Hamburg Airport 22335 Hamburg
www.radissonblu.com Espresso... und Abflug 18 Jahre lang war ein Hotel
am Hamburger Flughafen im Gespräch. Nach etlichen Verhandlungen ging im
Oktober 2009 endlich das Radisson Blu Hotel, Hamburg Airport an den
Start und beweist täglich neu, wie design- und serviceorientiert heute
ein Flughafenhotel für Businessund Freizeitgäste sein kann. E s klingt
klassisch: Montags bis donnerstags checken im Radisson Blu Hotel,
Hamburg Airport zu 90 % Business- Werden Sie Diplom-KaffeeSommelier!
Informationen und Seminartermine in Wien: www.kaffee-experten.at
Firmenunabhängig reisende ein darunter auch viele für eine Konferenz,
zu der man sich für ein paar Stunden im Hotel trifft, oder für ein
Tageszimmer, wenn man erst später weiterfliegt. Das
Vier-Sterne-Superior-Hotel mit 266 Zimmern und Suiten sowie 15
Veranstaltungsräumen liegt gegenüber der Ankunfts- und Abflugbereiche
der Terminals 1 und 2. Allein die Buchungen während des ,,Schneechaoses"
im letzten Dezember konnten sich entsprechend sehen lassen. Immer öfter
kommen aber auch während der Woche Urlauber aus der Umgebung, die schon
am Vorabend im Hotel einchecken und am Morgen erholt in den Flieger
steigen falls es ganz früh sein sollte, sogar von 4.30 bis 6.30 Uhr
mit einem kostenfreien Grab & Run- Frühstück im Magen, das einen
Kaffee, Tee, Obst und Müsliriegel umfasst. ,,Wenn das Boarding am
Schalter beginnt, kann man von uns aus loslaufen und ist rechtzeitig
da", weiß der General Manager Holger Herrmann, der hier bereits seine
sechste Eröffnung gefeiert hat und vorher im Radisson Blu Hotel, Zurich
Airport tätig war. An den Wochenenden buchen viele Leisure-Gäste aus dem
Süden Deutschlands, Nordrhein-Westfalen, der Schweiz und Österreich das
Hotel, um Hamburg zu besuchen. ,,Die Innenstadt ist nur 25 Minuten mit
der S-Bahn entfernt, mit Haltestelle direkt beim Hotel", betont Holger
Herrmann, und bemerkt, dass das Hotel diesen Umstand im Freizeitbereich
noch ein wenig 32 4/2011 Fotos: Konzack, Radisson Blu Hotel, Hamburg
Airport
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 33
Kaffee mit Bergblick Wie ,,dahoam" genießen Jung und Alt im Berggasthof
Hotel Panorama in Garmisch-Partenkirchen Kaffeespezialitäten
traditionell bayerischer Charme inklusive. E in Espresso ist die
Visitenkarte eines jeden Restaurants", so lautet Andrea Fraundorfers
Credo in Sachen Kaffeespezialitäten. Spricht man die Inhaberin des
Berggasthof Panorama in Garmisch Partenkirchen auf den Ursprung dieses
Leitbildes an, erzählt sie von einem Besuch in einem Münchener
Sterne-Restaurant: ,,Nach einem Fünf-Gänge-Menü bestellte ich mir zum
Abschluss einen Espresso. Der hat so schlecht geschmeckt, dass ich das
Restaurant seither immer mit schlechtem Kaffee assoziiere." Mit diesem
Attribut sollen ihre Gäste das zünftige Hotel & Restaurant auf dem
Berg über der Stadt, das bereits seit 1959 in Familienbesitz ist, jedoch
lange Zeit verpachtet wurde, keinesfalls verbinden. Bei der Eröffnung
des Berggasthofs 2005 entschied sich die heute 44-jährige Gastgeberin
deshalb zunächst für den Kaffeevollautomaten Denali S von Macchiavalley,
der Fotos: Hellwig optisch mit einer hochglänzenden Edelstahlfront
aufwartet, über ein mehrsprachiges Display-Dialog-System zu bedienen ist
und auf zwei Ebenen bis zu 20 Kaffeespezialitäten bereithält.
Ausgestattet ist das Gerät mit zwei separaten Bohnenbehältern, die ein
Fassungsvermögen von je 1,3 kg aufweisen und damit eine Kombination aus
verschiedenen Kaffeesorten ermöglichen. Bereits Mitte 2006 investierte
Andrea Fraundorfer in ein zusätzliches Gerät vom Typ Tasman S. ,,Hatten
wir alle drei Gaststuben sowie die Terrasse voller Gäste, mussten diese
teilweise bis zu einer halben Stunde auf ihren Kaffee warten",
beschreibt sie die damalige Lage. ,,Wir hätten zwar Filterkaffee
vorbrühen und in Thermokannen bereitstellen können, aber das kann kein
Dauerzustand sein." Nun liefert der zusätzliche Vollautomat bis zu zwölf
Kaffee- sowie Teespezialitäten pro Minute. Mit bis zu 1.000 Tassen pro
Tag erfüllt er die oft hohen Leistungsanforderungen. Inzwischen sind
alle Erneuerungen im Innenbereich des Gasthofes, der 14 Zimmer auf zwei
Etagen sowie drei Gaststuben zur zünftigen Verkostung bietet,
abgeschlossen. Und die nächste Generation steht mit den Söhnen der
Gastgeberin Simon (20) ist Koch-, Matthias (17) ist Zimmermannlehrling
bereits in den Startlöchern. hel Berggasthof Hotel Panorama 82467
Garmisch-Partenkirchen www.berggasthof-panorama.de
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 34
Auszeit, mehr Wellness Mehr Wellness ist im Alltag der Verbraucher
angekommen und die Gäste wissen genau, was sie wollen: eine intensive,
persönliche Auszeit und eine Reinigung für Körper und Geist gern auch
in Day Spas. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Umfrage der
Kooperation Wellness-Hotels (W-H-D) und des Wellnessreise-Veranstalters
beauty24. D er Wellnesszenit scheint noch unerreicht: Für 2010 stellten
mehr als zwei Drittel der W-H-D-Partnerhoteliers eine erhöhte Nachfrage
nach Wellnessleistungen fest und konnten damit erneut ein Plus um fast
15 % auf 65 % im Vergleich zu 2009 verzeichnen. 72,6 % der befragten
Hotels erwarten sogar eine weitere signifikante Steigerung 2011. Die
Umfrage wurde Anfang des Jahres mit 3.763 Kunden von beauty24 und W-H-D
online durchgeführt. Außerdem nahmen 146 Hoteliers von W-H-D und
beauty24 teil. Für die Analyse wertete der Wellnessreiseveranstalter
zudem Kunden- und Buchungsdaten von 2010 aus. Dabei wurde auch deutlich:
Zusätzliche Kurz- und Wochenendreisen sind neben dem längeren
Jahresurlaub ein fester Teil der Urlaubsplanung geworden. In immer
kürzerer Zeit streben die Deutschen denselben Erholungsfaktor an, den
längere Ferien versprechen, und verreisen dabei immer öfter im 4/2011
eigenen Land. Auch die Investitionszahlen sprechen für ein weiteres
Wachstum. Über drei Viertel der befragten Hoteliers planen, 2011 ins
Hotel zu investieren, wovon mehr als ein Viertel in den Um- oder Ausbau
des Spas fließen. 7,53 % gehen in die Einrichtung von Spa-Suiten und
Private Spas, der Rest in neue gastronomische Ausrichtungen und andere
Hotelbereiche. Die Gästemotive für einen Wellnessurlaub bleiben weiter
spannend: Generell steigt bei ihnen das Bedürfnis nach Ruhe und
Entspannung fast 70 % fahren bewusst in den Wellnessurlaub, um sich
eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Weitere 63 % gönnen sich mit dem
Wellnessurlaub etwas Besonderes. Ein bis zwei Tage neh- men sich knapp
30 % dafür Zeit, 35,62 % sogar drei bis vier Tage. Fast jeder Zweite
gönnt sich eine Auszeit mehrmals im Jahr. (2009 nur 36,91 %) ,,Wie der
Zukunftsforscher Peter Wippermann sagte: 2020 wird Me-Time für den Geist
einer der größten Trends sein, denn die Arbeitsbelastung wird
zunehmen", erklärt W-H-D-Geschäftsführer Michael Wie gestalten Sie Ihre
persönliche Auszeit im Wellnesshotel? (Mehrfachantworten) Autogenes
Training Entspannungsmassagen Geführte Wanderungen/ Spaziergänge
Individuell abgestimmte Wellness-Rituale Klassische Wellness- und
Beautybehandlungen Kulturelle Angebote (Lesungen, Konzerte, etc.)
Meditation Psychologische Beratung für privates Zeitmanagement Qi
Gong-Kurse Yoga-Kurse Sonstiges keine Angaben Quelle: beauty24 und W-H-D
Kundenumfrage 2011© 5 77,92 27,58 28,14 69,94 18,18 7,95 1,91 5,93
13,15 17,78 8,26 10 20 30 40 50 60 Angaben in % 70 80 90 34 Foto:
MEV-Verlag
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 35
WELLNESS Welche Art von Auszeiten bieten Sie Ihren Gästen?
(Mehrfachantworten) Autogenes Training Entspannungsmassagen Geführte
Wanderungen/ Spaziergänge Individuell abgestimmte Wellnessrituale
Klassische Wellness- und Beautybehandlungen Kulturelle Angebote
(Lesungen, Konzerte etc.) Meditation Psychologische Beratung für
privates Zeitmanagement Qi Gong-Kurse Yoga-Kurse Sonstiges keine Angaben
Quelle: beauty24 und W-H-D Hotelierumfrage 2011© 17,12 69,18 54,11
36,30 72,60 33,56 17,12 5,79 11,64 30,14 26,71 7,53 10 20 30 40 50 60
Angaben in % 70 80 90 Altewischer. Drei Viertel der Hotels bieten
Programme und Kurse für individuell zusammenstellbare Auszeiten.
Beliebte Anwendungen sind gerade Entspannungsmassagen (78 %) sowie
klassische Wellness- und BeautyTreatments (70 %). Speziellere Angebote
sind im Aufbau: 5,48 % der befragten Hoteliers bieten gestressten Gästen
eine psychologische Beratung für privates Zeitmanagement an. Mehr als
die Hälfte hat für besonders ruhesuchende Gäste spezielle Orte der
Stille eingerichtet. Im Zuge allgemeiner Umweltschadstoffe,
Bewegungsmangel und schlechter Ernährung sehnen sich zudem immer mehr
nach einer Reinigung von Körper und Geist per Sauna, Entschlackungskur
oder Diät. Die klassische Sauna ist daher Standard in Wellnesshotels.
Zudem haben über ein Drittel der Wellnesshotels spezielle Reini-
gungsanwendungen im Angebot, ein Viertel der befragten Gäste hat diese
Art bereits ausprobiert, 15,55 % haben es 2011 vor. Fast 45 % halten es
außerdem für wichtig bis sehr wichtig, dass solche Programme angeboten
werden. Besonders beliebt sind Hamam- und Saunabesuche (23 %) sowie
Entschlackung (22 %) und Diäten (9 %). Doch auch Entspannungsangebote
für den Geist gewinnen an Bedeutung: Yoga ist mit 15 % noch immer die
beliebteste Art der mentalen Entspannung, neben autogenem Training,
Meditation und Qi Gong. Aber auch spezielle Kurse zu Stress- und
Zeitmanagement werden von 11,93 % bzw. 7,2 % der Befragten gern genutzt.
Über ein Drittel hält es bei der Wahl des Wellnesshotels zudem für
wichtig bis sehr wichtig, dass mentale Reinigungsprogramme zur Wahl
stehen. Wellness um- fasst heute mehr als Massagen und Beauty. Angebote
für den Geist sind selbstverständlich geworden. Oasen für einen Tag
Schließlich nimmt laut Studie auch die Bedeutung an Day Spas zu. ,,Sie
sind die Antwort auf unsere schnelllebige Zeit. Entspannung ist hier
auch in wenigen Stunden zu finden", betont Roland Fricke,
Geschäftsführer von beauty24. ,,Unsere Hotels machen durchschnittlich 15
% ihres Umsatzes mit Programmen für Tagesgäste. Daher haben wir das
Angebot auch um Day Spas und Thermen erweitert." Nach der Studie haben
schon mehr als ein Viertel der Befragten Day Spas oder Tagesprogramme in
Wellnesshotels genutzt, 11 % haben es 2011 vor. Neun von zehn Personen
gönnen sich mehrmals im Jahr Wellness in Day Spas oder Thermen. 7 %
nutzen solche Angebote monatlich Tendenz steigend. Das bestätigen auch
die Hoteliers: Über 80 % haben Programme für Tagesgäste im Angebot.
Mehr als 60 % gehen davon aus, dass mit solchen Zusatzangeboten Umsätze
gesteigert werden können. Die Wellnessbranche ist gut auf die
Gästebedürfnisse eingestellt. Das zeigen die stark rückläufigen
Reklamationen. 38 % waren bisher mit jeder Behandlung voll und ganz
zufrieden. 84 % fühlen sich bereits bei den Vorgesprächen gut beraten.
Grund zur Kritik geben nur persönliche Vorlieben, wenn die Musik (13,71
%) oder Raumtemperatur nicht passt (39 %). Bei der Kosmetik haben fast
40 % der Gäste keine bestimmten Vorlieben bei Wellnessanwendungen. 45,89
% der Hoteliers stellen auch keine vermehrte Nachfrage nach
Naturkosmetik fest. Zudem setzt sich ,,Hightech-Kosmetik" nur zögerlich
durch. Letztlich zählt für viele primär das Wohlbefinden, betont Roland
Fricke. ,,Das Ergebnis zeigt auch, dass Wellness nicht mehr nur einen
bestimmten Kundenkreis anspricht, vielmehr hat es sich beim Verbraucher
fest etabliert", resümiert Michael Altewischer. Informationen zur
Mitgliedschaft bei den WELLNESS-HOTELSDEUTSCHLAND erhalten interessierte
Hoteliers unverbindlich unter Tel. 0211/679 69 79 E-Mail: post@w-h-d.de
oder im Internet: www.w-h-d.de Melitta SystemService
www.melittasystemservice.de Cafina® ALPHA Melitta® cup Melitta® c35 Die
neue Melitta® bar-cube Kaffee und Schoko im perfekten Licht MELITTA
MACHT KAFFEE ZUM GENUSS ® Registrierte Marke eines Unternehmens der
Melitta Gruppe
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 36
In fremden Spas... Peter Droessel, Präsident des Spa Director's Peter
Roundtable & Club, testet exklusiv und konstruktiv für FIRST CLASS
in jeder Ausgabe eine Spa-Anlage. Yavanna Spa im Alpenhof Murnau, Murnau
Klein, fein, gut Seit Jahren zählt der Alpenhof Murnau zu den
renommiertesten Fünf-SterneHotels im Süden Deutschlands. Mit dem
Direktorenwechsel vor knapp zwei Jahren spiegeln dies inzwischen auch
die Zahlen wider. Das überzeugende Konzept des Yavanna Spa scheint daran
einen wesentlichen Anteil zu haben. Y avanna, die Göttin der Erde und
Herrin der Früchte, war die Frau von Aule und die ältere Schwester von
Vána, der Ewigjungen. An ihre Naturverbundenheit und die ewige Jugend
scheint man gedacht zu haben, als man dem kleinen, feinen Spa im
einzigartigen Murnauer Moos seinen Namen gab. Bereits der
Empfangsbereich wirkt klar und puristisch wie das gesamte Spa. Zwar
begrüßt mich die Dame am Empfang durch mein plötzliches Erscheinen am
Mittag zunächst etwas zögerlich, doch sofort kann ich eine Massage
erhalten, über die sie mich professionell informiert. Ich entschwinde
also schnell in die Umkleidekabine mit den codierbaren Spinden hier
hat man wirklich mitgedacht und störe mich nur an den Press &
Wash-Duschgels in allen Duschen. Dann erwartet mich bereits die
Therapeutin in einem der vier Behandlungsräume, um eine Massage mit
warmem Öl aus schwarzem Sesam und Lemon-Caipirinha-Duft zu zelebrieren,
die sie mir zuvor 36 4/2011 Fotos: Alpenhof Murnau
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 37
Bisherige Top 10 der getesteten Spas Platz 1 1 1 2 2 3 4 4 4 4
Hotel-Spa im Alpenhof Murnau, Murnau Interalpen-Hotel Tyrol,
Telfs-Buchen/A Mandala Hotel, Berlin Grand Spa Resort A-Rosa, Kitzbühel
Yachthafenresidenz Hohe Düne, Rostock Grand Tirolia Golf & Ski
Resort Kitzbühel, Kitzbühel A-Rosa Travemünde, Travemünde Kameha Grand
Bonn, Bonn Schloss Elmau, Elmau Seehotel Überfahrt, Rottach-Egern
Bewertung in Fontänen (max. 21) 19 19 19 18 18 17 16 16 16 16
FirstClass, April 2011 Generelle Hinweise Für 1,6 Mio. umgebaut
präsentiert sich das Yavanna Spa seit 2008 als eine moderne
Wellnesslandschaft auf zwei Ebenen, bei der auf 1.000 m² auf eine
überdimensionale Hightech-, Material- und Angebotsvielfalt verzichtet
wurde. Während sich in der oberen Ebene ein Außenbereich mit Schwimmbad
und Whirlpool, eine Kelo-Erlebnis-Sauna für 25 Gäste, ein Kelo-Ruhehaus
und eine klassische finnische Sauna befinden, wartet der untere Bereich
z. B. mit einer Farblicht-Sauna, einem Amethyst-Dampfbad,
Drei-Kräuter-Spa, Solarium und vier Behandlungsräumen, darunter einer
Spa-Couple-Suite mit Vitality Pool und Rhassoulbad, auf. Das Yavanna
Spa, in dem fünf Mitarbeiter tätig sind, begrüßt sowohl Hotel- als auch
Tagesgäste. Angegliedert ist eine Arztpraxis. wärmstens empfohlen hatte.
Ich liege in einem attraktiven, warmen und gut abgedunkelten
Massageraum, der die zweite Hälfte der Couple's Suite bildet, und werde
perfekt massiert und mit den feinen Ölen verwöhnt. ,,Unsere Öle mischen
wir nicht. Wir verlassen uns auf unsere ausgesuchten Lieferanten",
erklärt mir die Masseurin, und nach 50 Minuten verdient die Behandlung
das Prädikat: besonders wertvoll! Danach erhalte ich von der
Physiotherapeutin, die auch Wellnesstrainerin und Kosmetikerin ist,
neben dem obligatorischen Tee einen mit Sesam bestreuten Joghurt. Der
bereits von mir vorher bestellte Salat im Anschluss an die Massage steht
pünktlich in einer stillen Wartenische und schmeckt. nicht nur
schemenhaft wie so oft in anderen Spas. Kompliment an den Hausherren und
ans SpaManagement. Mit einer Handvoll sehr guter Mitarbeiter haben sie
mit dem Spa ein überzeugendes Wellness-Erlebnis geschaffen, mit dem sie
so manchem ,,Großen" etwas vormachen können auch in puncto
Preis-Leistungsverhältnis, das in der Fünf-Sterne-Kategorie beispiellos
ist. Peter Droessel R GE ZIN UR T MIEFS ERU B KLEIDU NG Alles
funktioniert Gestärkt erreiche ich den Saunabereich mit einem
AmethystDampfbad, einem weiteren Duftdampfbad und einer Holzsauna mit
Lichteffekten, die zentral um eine Ruhenische mit Fußbecken und
Duscharealen platziert sind. Zudem ist ein separater Ruheraum vorhanden,
und der Innenpool sowie der beheizte Außenpool bieten Abwechlsung. Nur
das Kelo-Saunadorf, das für seine guten Aufgussrituale bekannt ist,
erlebe ich leider geschlossen, da es erst zum späten Nachmittag öffnet.
Doch sonst stimmt nahezu alles: Die Gäste können auf übergroße
Badetücher zurückgreifen, alles ist in einem hygienisch einwandfreiem
Zustand. In den Saunaduscharealen funktionieren zudem alle angepriesenen
Licht- und Duschzeremonien Fazit Das Yavanna Spa im Alpenhof Murnau hat
das Zeug zu einem Klassenbesten. Sowohl bei der Einrichtung und
Ausstattung als auch bei der Qualität der Mitarbeiter und der Services
kann die Wellnesslandschaft bis ins Detail überzeugen. Das Spa ist
gleichermaßen ein absoluter Geheimtipp für Saunabegeisterte sowie für
Paare, die sich hier professionell behandeln lassen wollen. Die
Bewertung im Überblick (Wertung reicht von keine bis drei Fontänen)
Angebot Fotos: Alpenhof Murnau ir machen guten Service schöner!
Atmosphäre Ausstattung Mit Urzinger Miettextilien haben Sie nicht nur
Ihre Kosten im Griff. Durch die große Auswahl an Designs und Modellen,
die persönliche Anprobe und unserem Emblem-Service ist die Bekleidung
Ihrer Mitarbeiter immer auf höchstem Niveau. Perfekt aufbereitet und
gepflegt, präzise kalkuliert und immer pünktlich geliefert. Urzinger -
denn op Arbeitsbedingungen sind die beste Motivation. Josef Urzinger
GmbH W Hygiene Personal Preis/Leistung Management www.urzinger.de 4/2011
37
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 38
First-Class-Wellnessanbieter Den Gast bewegen Bewegung gehört zu
Wellness wie Service zum Hotel. Damit sich die Gäste rundum wohlfühlen
und auch auf Reisen nicht auf ihr Training verzichten müssen, bietet
Matrix innovative und langlebige Fitnessgeräte in Studioqualität für den
Wellnessbereich. Ob Wellness-Suite, FitnessRaum oder komplett
ausgestattetes Fitnessstudio das mehrfach für Design und
Funktionalität prämierte Equipment umfasst ein breites Spektrum, so dass
auch individuelle Lösungen möglich sind. Die Laufbänder, Crosstrainer,
Fahrradergometer oder Stepper lassen sich intuitiv bedienen und bieten
in allen Preiskategorien vielfältige Trainings- und
Unterhaltungsmöglichkeiten für Gäste aller Altersklassen. Auf kleinstem
Raum einsetzbar sind die Multi-Stationstürme, die mehreren Nutzern
zugleich ein umfassendes Krafttraining ermöglichen. Interessierte können
unverbindlich Informationsmaterial anfordern und erhalten ein kleines
Präsent, wenn sie das Stichwort ,,Hotel" angeben.
www.matrixfitness.de/hotel Spa-Auslastung im Blick: Das Dashboard von
TAC bietet eine grafische Übersicht über wichtige Spa-Kennzahlen wie
Umsätze, Gästeprofile und Behandlungsrenner, auf deren Basis
Entscheidungen getroffen werden können. Das Dashboard ist mit der
Version RA 4.2 der Reservation Assistant Spa & Activity Software
erhältlich. www.reservationassistant.com Klimaschutz im Spa: Über
Energieeffizienz und Klimaschutz mit intelligenter Schwimmbadtechnik
informiert Ospa in der Broschüre ,,Das energieeffiziente Schwimmbad".
Vorgestellt wird das Ospa-Energiekonzept, das z. B. natürliches Kochsalz
und Aktivkohle als Einsatz empfiehlt, um den Verbrauch an
Desinfektionsmitteln zu senken. www.ospa.info Sieben Welten: Im Sieben
Welten Therme & Spa Resort in Fulda errichtete Fladung u. a. die
vier Außenund fünf Innensaunen und das keramische Dampfbad. Unterstützt
wird die Technik von Eos z. B. mit sechs Saunaöfen G.34, vier Saunaöfen
P1, drei Saunaöfen der S-Line und neun Saunasteuergeräten Emotec 9000
und 9003. www.eos-werke.de In Form mit System: HoMedics bietet mit
MiBody ein System aus Personenwaage, Blutdruckmessgerät und
Schrittzähler, das es jederzeit ermöglicht, das Gewicht und den
Gesundheitszustand für bis zu sechs Personen zu kontrollieren. Alle
Produkte können mit USB-Anschluss und Software an den PC angeschlossen
und die Werte datumsgenau verfolgt werden. www.homedics.de
Energiesparend duschen: Kermi hat neu eine bodenfreie Variante der
Duschkabinenserie Atea mit Gleittüren und Hebe-Senk-Mechanismusim
Programm. In Kombination mit Brennwertgeräten, Wärmepumpen oder
Solarthermie sorgt der Therm X2 Flachheizkörper für ein angenehmes
Wohnklima bei einer Energieersparnis von bis zu 11 %. www.kermi.de
Meeresklima vor Ort: OxygenConcept Klauenberg baut Salzoasen aus
natürlichem Himalayaoder Persischem Blau-Salz und massivem Lärchenholz
nach Maß. Das Salisarium kann wahlweise ausgestattet werden mit
Infrarotwärme, LED-Hinterleuchtung, Farblicht und Musik. Kombiniert mit
SeaClimate ist es der ideale Ort, um Meeresklima mit dem ganzen Körper
zu spüren und z. B. Atemwegserkrankungen entgegenzuwirken.
www.oxygenconcept.de Optimierte Rezeptur: ADA Cosmetics International
hat eine Erweiterung der Green Culture-Pflegeserie eingeführt. Unter dem
neuen Namen ,,Eco by Green Culture" reicht die grüne Vielfalt fürs
Hotelbad vom Showergel über Shampoo bis zu Conditioner und Bodylotion.
Dazu gibt es ab sofort auch Hotelportionen im 42-ml-Flakon.
www.ada-cosmetics.de Elegante Badmöbel: Die neuen Badmöbel von Derby aus
dem Hause Vigour umfassen verschiedene Waschtischunterschränke, Spiegel
und Sideboards, z. B. in einem eleganten Hochglanz-Weiß oder trendigen
Hacienda-Schwarz sowie in Holzoptiken. Das Konzept wird abgerundet durch
moderne Technik bei Licht, Auszügen etc. www.vigour.de Sicher duschen:
Das fliesenlose System Wandovario® von Robert Hug verfügt über eine
Duschwanne mit Prüfzeugnis gemäß DIN 51097 für nassbelastete
Barfußbereiche B. Die Basis bietet ein Crean!T®-Duschwannenelement mit
Criff!T®-Beschichtung. Mit der Vorwandinstallation entsteht eine
silikonlose Anschlusstechnik mit Hinterlüftung. www.robert-hug.de 38
4/2011 Fotos: Matrix, TAC, Ospa, Platinit, Kermi, Robert Hug,
OxygenConcept Klauenberg, HoMedics, EOS, Vigour, ADA Cosmetics
Vibrierendes Krafttraining: Die Kombination aus Krafttraining und
Vibration schont die Gelenke. Platinit bietet daher die
Vibrationshanteln BodyVip mit der Serie D1, die es im Set mit 1,5 kg,
2,8 kg und 4,6 kg gibt. Enthalten sind hierbei z. B. eine TrainingsDVD,
Lederablage, ein Ladegerät, eine Tasche sowie ein Aluminiumkoffer.
www.vibrationshantel.de
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 39
in Kooperation mit www.mynetfair.com Produkte, Referenzen, Empfehlungen
Was ist mynetfair ? mynetfair ist die weltweite Online-Fachmesse für
den Außer-Haus-Markt und andere Produkte. m y n e t f a i r bietet
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eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 40
Teure Kleider ? BP, Bierbaum-Proenen L aut der Bremer Baumwollbörse
klettern seit Juni 2010 die Baumwollpreise unaufhörlich. Während am
27.01.2010 der Bremen CIF Index noch bei 80,40 cents/lb stand, notierte
er im Januar 2011 205,15 cents/lb ein Anstieg von 150 %. Helmut
Börner, Leiter Vertrieb/ Produktmanagement bei Walter Greif, beobachtet
jeden Tag den Baumwollpreis: ,,Wir allein kaufen jährlich neue Wäsche
für rund 9 Mio. . Keiner weiß, wie sich der Baumwollmarkt weiter
entwickeln wird." Grund für die Lage ist ein weltweiter
Versorgungsengpass, der zum kleinen Teil durch Baumwoll-Missernten
entstanden ist. Weitaus gravierender ist die unerwartet hohe Nachfrage
des Rohstoffes aus China, dem weltweit größten Baumwollproduzenten und
-ver4/2011 arbeiter. Das hat auch Folgen für die hiesigen Anbieter von
Berufsbekleidung und Wäsche. ,,Bereits Anfang Dezember 2010 gab es bei
uns eingeschränkt Engpässe bei den Rohstofflieferungen", erklärt Michael
Winzenried von NWD-Zentratex. ,,Inzwischen drängen nun verstärkt
außereuropäische Anbieter z. B. aus Pakistan auf unseren Markt und
machen Angebote." Auch Bardusch spürt die Auswirkungen des
Baumwollmangels: ,,Engpässe in der Stoffbelieferung zeichnen sich zwar
noch nicht ab, jedoch treffen uns bereits Lieferverzögerungen", erklärt
Rudolf Fang, Geschäftsführer des Textildienstleisters. Viele deutsche
Unternehmen versuchen dem Problem des sinken- Como Corporate Fashion
Hotelwäsche Erwin Müller den Baumwollvorrates mit einer Hilfe zur
Selbsthilfe zu begegnen. ,,Alternativen wie Polyester oder Viskose
kommen vermehrt zum Einsatz, und es wird über neue Textilien wie Hanf
nachgedacht", berichtet Matthias Goost, Geschäftsführer von BP,
Bierbaum-Proenen. ,,Bei neuen Alternativen sind aber immer die extremen
Anforderungen an die Berufsbekleidung, gerade durch die Industriewäsche,
zu beachten. Das erfordert oft lange Entwicklungszeiten." Einige
Zulieferer von NWD-Zentratex arbeiten derzeit an Mischgewebe aus
Baumwolle und synthetischen Fasern. ,,Wir glauben zwar, dass bei
Bettwäsche wegen der natürlichen, angenehmen Eigenschaften der Baumwolle
keine Mischgewebe zum Einsatz kommen werden, doch gerade im Berufs- 40
Fotos: BP, Hotelwäsche Erwin Müller, Como Corporate Fashion, PIXELIO ©
Hans-Peter-Reichartz Der weltweite Baumwollvorrat sinkt, die Preise
steigen sowohl Textilhersteller als auch Leasing-Unternehmen von
Wäsche und Berufsbekleidung stehen vor einer bisher nie dagewesenen
Herausforderung. Über kurz oder lang werden diese Entwicklungen auch die
Hoteliers zu spüren bekommen.
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 41
BERUFSMODE & MIETWÄSCHE bekleidungssegment gewinnen neben den
modischen die funktionalen Aspekte wie atmungsaktive oder
schmutzabweisende Funktionen an Bedeutung", führt Michael Winzenried
aus. ,,Der Baumwollanteil wird hierbei aber hoch bleiben, um einen
behaglichen Tragekomfort zu gewährleisten." von Textilien wurden dem
Unternehmen aber bereits von seinen Lieferanten angekündigt. ,,Bei
erneuten Zukäufen werden wir den gestiegenen Preis auch an die Kunden
weitergeben müssen", resümiert Rudolf Fang. Ähnlich ergeht es Rompe
Design Jobfashion: ,,Wir haben zwar stabile Lieferverträge, sind jedoch
nicht umhingekommen, Gespräche mit unseren Kunden zu führen, um ihnen
die Situation auf dem Markt näherzubringen", erklärt Geschäftsführer
Johannes Viethen. ,,Unsere Lieferanten haben inzwischen Tagespreise",
bestätigt auch Helmut Börner. Bei Greif Textile Mietsysteme sieht man
sich daher vermutlich ebenfalls zu Preiserhöhungen gezwungen, sicher ist
aber noch nichts. Katag musste bereits in der Orderrunde für den
Herbst/ Winter Preissteigerungen von 10 % im Schnitt durchsetzen.
,,Statt dem Kunden Materialmischungen zu liefern, ist unsere Devise, ein
Mehr an Qualität und Produktleistung zu bieten, um die nicht
abwendbaren Preissteigerungen dem Verbraucher mit einem Mehr an
Preis-Leistung anbieten zu können", erklärt Angelika Schindler-Obenhaus,
stellvertretender Vorstand. Höhere Preise für Berufsbekleidung bleiben
dem Käufer demnach wohl nicht erspart aber es stellt auch keiner das
Autofahren ein, obwohl auch hier die Kosten weiter nach oben klettern.
erzeugt einen Kühleffekt und verbessert die Wasser- und
Schmutzabweisung. Die Serie Service & Catering von CWS-Boco lehnt
sich ab Sommer an legere Freizeitmode an und umfasst die drei Linien
Pure Line, Jeans Look und Colour Line. Neben den Klassikern Schwarz,
Marine und Grau setzen Bordeaux, Rot und Orange Akzente. Dem BioTrend
begegnet Como Corporate Fashion mit der Linie Organic Cotton. Die aus
kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle gefertigten Kochjacken
Chivita Lady und Man von CG Workwear sind in Schwarz und Weiß gehalten
und kochwaschbar. Profi Dress by cjd lässt im Berufsbekleidungskatalog
2011 die Küche mit der neuen CamouflageSerie aus strapazierfähigem
Mischgewebe rocken. Sie besteht aus Kochjacke, Baggy, Vorbinder und
Kopftuch und wartet mit Details wie der SmartphoneTasche auf. Passend
zur Hotelinnenausstattung liefert ACP All Corporate Products jetzt
funktionale Personalbekleidung, die das Design des Interieurs
weiterführt. Mit dem dänischen Konfektionär Kentaur hat DBL die
Kollektion Culinea als Alternative für den gehobenen Servicebereich
entwickelt. Das Sortiment reicht von Westen und Schürzen bis hin zu
Kasacks, Service- und Kochjacken. In Rostrot, Weiß, Schwarz und
Beige-Streifen erhältlich sorgen Komfortfalten und lange Schnitte für
Bewegungsfreiheit und Sitz. Vom Housekeeping über den Service bis hin
zum Empfang individuelle, dem Corporate Design des Hotels
entsprechende Berufsbekleidung entwickelt Rompe Design Jobfashion. So
steht z. B. dem Concierge eine Uniform mit Stresemannhose und Cut aus
der Adlon Classik Collektion. hel Günstige Alternativen Insgesamt stehen
viele Unternehmen dem ,,Downgrading" statt 100 % Baumwolle, eine
Mischung aus günstigeren Fasern wie Polyester oder Viskose skeptisch
gegenüber: ,,Unsere oft langjährigen Kunden kaufen dasselbe Produkt
bereits über lange Zeit und erwarten eine bestimmte Qualität", erklärt
Sandra Riesenbeck, Marketing-Managerin bei cjd profashion.
,,Zusammensetzungen mit billigeren Textilien wären nur eine kurzfristige
Strategie, denn mittlerweile ziehen auch die anderen Rohstoffpreise z.
B. bei Polyester an." ,,Polyester basiert wiederum auf Erdöl und dieser
Markt ist ebenfalls sehr unsicher", ergänzt Helmut Börner. Auch für Dirk
Hirschemüller, Geschäftsführer Verkauf und Marketing bei DBL Deutsche
Berufskleider-Leasing, steht die Qualitätsminderung bisher nicht zur
Debatte: ,,Unserer Ansicht nach mangelt es noch an ausgereiften
Reinigungsverfahren für alternative Textilzusammensetzungen. Was bringt
es dem Kunden, wenn er seine Kleidung weiter zum gleichen Preis erwirbt,
diese dann aber der Reinigung nur halb so lange Stand hält?" Wie wird
nun mit den Kostensteigerungen umgegangen? Bardusch greift derzeit noch
auf bestehende Lagerbestände zurück, starke Preiserh ö h u n g e n bei
Neubeschaffungen Textil-Service von GREIF: Und Sie haben Zeit für Ihre
Gäste. Neue Kollektionen Und was gibt es Neues auf dem Markt der
Berufsbekleidung? Einen modernen Look vom Koch bis zum Kellner bieten z.
B. die Gourmet Kollektionen von BP, Bierbaum-Proenen. Die Bandana für
die weiße Zunft ist als gefertigtes Tuch mit zwei Bändern leicht
überzuziehen und passt sich der Form des Kopfes an. Mit Farben wie
Brombeere, Blau und Mango tritt Hotelwäsche Erwin Müller bei Jobeline
auf. Im Service stehen Fil-A-Fil-Hemden und -Blusen z. B. aus der
Kollektion Kena und Luana auf dem Programm. Bei den Köchen vermindert
die 3XDRY-Technologie von schoeller® technology z. B. in der Serie Leon
Schweißflecken, Foto: Rompe Design Jobfashion P R E M I U M - PA R T N E
R w w w. m i e t w a e s c h e . d e 4/2011 41
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 42
BERUFSMODE & MIETWÄSCHE Flexible Wäsche Mieten oder kaufen bei
der häufig gestellten Gretchenfrage ergeben sich gerade für das
Kettenhotelgeschäft zahlreiche Vorteile zugunsten der Mietwäsche. Dass
der Service auch individuell sein kann, wissen Karsten Jeß und
Franz-Josef Wiesemann vom Textildienstleistungsunternehmen Servitex. für
einen Unternehmer jedoch meist der Kostenfaktor: Für den Kunden
entfallen die Fixkosten für den Wäscheeinkauf und die Vorratshaltung für
Wäsche zu Auslastungsspitzen. Die optimale Ausstattungsmenge steuern
wir. Franz-Josef Wiesemann: Nicht weniger wichtig ist die
Qualitätsgarantie, die mit einem einheitlichen
Mietwäsche-Versorgungssystem gewährleistet wird. Jeder einzelne
Servitex-Wäschereibetrieb steht für Sorgfalt und gleichbleibend
hochwertige Qualität. Da zu unserem Verbund ausschließlich
Wäschereibetriebe zählen, die von den Servitex-Gesellschaftern
eigenständig geführt werden, besteht zwischen dem Kunden und uns eine
solide Vertrauensbasis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Eine
Zusammenarbeit mit dem Unternehmen bietet also weit mehr als die
Bereitstellung sauberer Miettextilien? Franz-Josef Wiesemann: Richtig,
eine Bindung zum Kunden und der Blick über den Tellerrand hinaus sind
uns wichtig ich denke, hier kann ich für alle ServitexGesellschafter
sprechen. Sicherlich stecken wir mit unseren Kunden im
Hotelkettengeschäft einen Rahmen ab, nichtsdestotrotz werden die
Versorgungskonzepte individuell zugeschnitten. Flexibilität wird im
Tagesgeschäft stetig bedeutender, um sich von anderen Anbietern
abzuheben. Mit einem Augenzwinkern fällt im Kundengespräch häufig unser
Slogan ,,Nicht möglich, aber machbar". Man darf niemals vergessen, dass
der Dienstleistungsgedanke eine Philosophie birgt und nicht nur ein
Geschäft. Herr Jeß, Servitex besteht seit nunmehr zehn Jahren, wo sehen
Sie das Unternehmen in weiteren zehn Jahren? Karsten Jeß: Durch
Leistungsstärke, Vielfalt und Wirtschaftlichkeit möchten wir überzeugen.
Die Aufnahme weiterer regionaler Servitex-Partner ist durchaus denkbar,
um bestehenden und potenziellen Kunden ein noch dichteres Netz bieten
zu können, aber auch um unser Produktportfolio auszubauen. Vielen Dank
für das Gespräch. Herr Wiesemann, Sie sind Beiratsmitglied von Servitex.
Welches Konzept steckt genau hinter dem Verbund? Franz-Josef Wiesemann:
Servitex ist ein Verbund von aktuell neun mittelständischen
Partnerbetrieben mit derzeit 13 Wäschereistandorten, die ausschließlich
von F-J. Wiesemann den Servitex-Gesellschaftern eigenständig geführt
werden. Wir bieten bundesweit ein MietwäscheVollversorgungssystem für
sämtliche Bereiche und Anforderungen für das Hotelkettengeschäft. Zudem
bündeln wir unsere Erfahrungen und nutzen Synergieeffekte, z. B. im
Bereich Einkauf. Herr Jeß, Sie kommen aus der Hotellerie. Seit Oktober
2010 sind Sie der Geschäftsführer von Servitex. Wie kam es dazu? Karsten
Jeß: Das Angebot für die Position ergab sich aus meinem Netzwerk und
als ein leidenschaftlicher Dienstleister sehe ich darin eine
interessante Herausforderung. Ich habe viele Jahre in unterschiedlichen
Managementpositionen in der Hotellerie gearbeitet, darunter auch etliche
Jahre als Hoteldirektor. Die Bedeutung eines gut organisierten
Textilmanagements ist mir Karsten Jeß aus der gehobenen Hotellerie daher
sehr bekannt. Hygiene und Sauberkeit sowie die Qualität der Bett- und
Frottierwäsche bleiben bei den Gästen in Erinnerung hier muss einfach
alles stimmen. Ich weiß also, was unsere Kunden erwarten. Warum soll
sich das Management einer Hotelkette für Mietwäsche und Ihr Unternehmen
entscheiden? Karsten Jeß: Faktoren wie Schnelligkeit, Wirtschaftlichkeit
und Zuverlässigkeit sind die Säulen für den Geschäftserfolg. Daher gibt
es zahlreiche Argumente für den Einsatz von Mietwäsche. An erster
Stelle steht 42 4/2011 Fotos: Servitex, privat
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 43
BERUFSMODE & MIETWÄSCHE Passion nach Maß Gewaschen wird heute
vielerorts, aber nur wenige wie Greif Textile Mietsysteme sind dabei auf
die Hotellerie spezialisiert und stellen das komplette Wäscheprogramm
im Mietsystem bereit. FIRST CLASS war beim Wäschewaschen des fast
90-jährigen Unternehmens in Augsburg dabei. Vertriebsleiter bei Greif
Textile Mietsysteme, und weiß: ,,Vielleicht machen wir uns manchmal zu
viel Mühe, aber wir wollen nichts anderes als diese
Null-Fehler-Strategie." Die heutige Walter Greif GmbH & Co. KG war
1922 als Büglerei von Angelika Steinbichler gegründet worden, bis Walter
Greif sen. in die Familie einheiratete und daraus eine vollstufige
Wäscherei samt chemischer Reinigung machte. 1968 stellte er den Betrieb
auf ein textiles Mietsystem um, dass sich nur auf die Hotellerie und
Gastronomie konzentrierte bzw. auf Berufsmode. Der neue Service kam
schnell gut an und gewann mit den Olympischen Spielen 1972 an Fahrt.
,,In dieser Zeit war Walter Greif auch der Erste in Bayern, der
Handtuchspender aufstellte", erzählt Helmut Börner. Heute gilt Greif
Textile Mietsysteme mit dem Hauptstandort Augsburg als Deutschlands
größter Hotelwäschebetrieb. Mit sechs eigenen und vier
Partnerniederlassungen gibt es bundesweit ein regional wirkendes Netz.
Von den 1.250 Mitarbeitern sind in Augsburg ca. 460 beschäftigt, und
Walter Greif jun. und seine Söhne trifft man hier normal in ihrem Büro
an. Abholen, waschen, pflegen, anliefern von dem Service profitieren
heute über 7.000 Hotels und -ketten, Restaurants, Gaststätten und Cafés
in Deutschland und Teilen Österreichs. Je nachdem, was sie wann an
Bett-, Frottee- und Tischwäsche, personenbezogener Mitarbeiterkleidung
sowie Schmutzfangmatten und Handhygiene benötigen, beziehen sie komplett
im Mietsystem ohne eigene Lagerung. Die Wäsche von bewährten
Herstellern befindet sich nur im Besitz der Familie Greif und wird
ständig erneuert. Täglich werden so 250 t Wäschestücke gereinigt, und
Stammfahrer starten die Touren zu ihren gleichen Kunden, so dass man
sich über die Jahre kennt. ,,Irgendwann wird jedes Wäschestück über
einen RFID-Chip verfügen, und wir wissen fast alles über die Wäsche",
erzählt der Vertriebsleiter. Aber bis dahin rotieren noch ein paar
Trommeln, denn Wäsche muss vor allem sauber werden heute wie damals.
syk www.mietwaesche.de 4/2011 Fotos: Greif Textile Mietsysteme E in
wenig wirkt es wie im Tanztheater: Wäscheteile lassen sich in die
Sortieranlage fallen, Klammern greifen die Lakenenden und lassen sie
durch die Halle schweben, und Blaumänner tanzen auf Bügeln von Station
zu Station. Auf der Brücke steht eine Frau mit scharfem Blick und prüft
die sauberen Servietten nach Makeln, die Ungeübte nicht sehen. ,,Das
macht sie eine Stunde lang, dann wird sie abgelöst, weil es zu sehr
anstrengt", erklärt Helmut Börner, 43
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 44
MARKT & TREND Mittelständler zum Anfassen In einer Zeit, in der
emsiger Forscherdrang herrschte, legten Gottlob und Karoline Stahl 1909
in Stuttgart den Grundstein für ein Unternehmen, das bis heute
Geschichte schreibt Stahl Wäschereimaschinen. W ährend in der
Reinigung klassische Holzbottich-Waschmaschinen mit Wassermotor Anfang
der 1920er Jahre ihre Dienste leisteten, entwickelte und baute das
Unternehmerehepaar Stahl 1934 die erste Muldenmangel. In zweiter
Generation trieb anschließend Willy Stahl ab Ende der 1930er Jahre die
Entwicklungen des Baden-Württembergischen Unternehmens voran: 1948 baute
er die erste Waschmaschine aus Metall, acht Jahre später folgte der
erste Waschvollautomat mit Schleudergang. Die Mangeltechnik blieb dabei
nicht auf der Strecke, denn mit der Übernahme des Unternehmens durch
Gottlob und Irmgard Stahl 1961 hielten Mangeln mit integrierten
Drehstrom-Motoren ihren Einzug in die Wäschereitechnik. 1980 erschloss
die Hygiene-Waschmaschine Divimat, die auch heute noch mit zum Portfolio
des Unternehmens gehört, das neue Marktsegment der Trennwandwäscherei.
Zahlreiche Weiterentwicklungsprozesse wie die spezielle Trommellagerung
oder die Mikroprozessor-Steuerung schlossen sich in den folgenden Jahren
an. Heute, über 100 Jahre nach der Gründung, ist der Familienbetrieb in
seinem Segment eines der führenden Unternehmen auf dem deutschen Markt
und zählt eine weltweite Klientel zu seinem Kundenstamm. ,,Wir haben uns
seit jeher klaren Grundsätzen verpflichtet", erklärt Uwe Stahl. ,,Wir
setzen auf höchste Qualität und Innovationsfreude und folgen unserem
Anspruch an wirtschaftlich, ökologisch und technisch ausgereifte
Produkte." Made by Stahl heißt made in Germany ist deshalb das Credo
der heutigen Unternehmensleitung, die inzwi- schen der vierten
Generation der Familie obliegt. Wer glaubt Jochen, Werner, Uwe und
Thomas Stahl (35 bis 47 Jahre) ruhen sich seit ihrem Einstieg in die
Geschäftsführung 2002 auf den Lorbeeren ihrer Vorfahren aus, irrt denn
am rund 7.000 m² großen Fertigungsort in Maichingen sieht man z. B. den
Diplom-Betriebswirt Uwe konzentriert vor dem PC in der Verwaltung
sitzen. Seine drei Brüder Jochen, Thomas und Werner sind Maschinenbau-
und Elektrotechnik-Ingenieure und leiten die Bereiche Entwicklung,
Konstruktion, IT, Logistik und Produktion. Ein Ende des
Unternehmenserfolges ist noch lange nicht in Sicht: ,,Der Trend zum
Wieder-Selber-Waschen, der sich derzeit bei den Hoteliers der
mittelständischen Unternehmen abzeichnet, kommt uns hierbei zu Gute",
erklärt der 45-jährige Uwe Stahl. Um den Anforderungen des Marktes und
ihrer Kunden gerecht zu werden, soll bis zum kommenden Herbst eine neue
Produktionshalle fertig gebaut werden, in der dann weitere
Waschmaschinen, Trockner, Muldenmangeln, Faltmaschinen & Co.
entstehen. hel Biergarten für alle Fälle Im Brauerei-Gasthof Max &
Moritz in Kressbronn nehmen die Gäste auch bei einer frischen Brise im
Biergarten Platz eine Infrarot-HeizstrahlerLösung liefert dabei
wohlige Wärme. Familien ansprechen", erklärt Klaus Stadler. Heute lädt
die Brauerei zu selbstgebrautem Bier und zünftigem Vesper ein, zu dem
vor allem Deftiges aus der schwäbischen Küche zählt. Damit die täglich
300 bis 500 Gäste auch an kühleren Abenden, z. B. beim Public-Viewing
ihren Aufenthalt genießen können, kommen nun
Infrarot-KurzwellenHeizstrahler von AEG Haustechnik zum Einsatz. ,,Auch
wenn eine Hochzeitsgesellschaft draußen feiern möchte, ist dies Dank der
Heizstrahler jetzt möglich." Bereits im Frühjahr 2010 wurde die
bestehende Markise mit Seitenelementen ausgerüstet. 16
Infrarot-Kurzwellen-Heizstrahler sind an einer filigranen
Seilkonstruktion aus Edelstahl sicher und witterungsbeständig montiert,
ohne dabei das Wachstum der Kastanienbäume zu behindern. Per Knopfdruck
verwandelt das Personal die Terrasse in wenigen Sekunden, ohne
Vorheizzeit, in eine Wärmeoase. Aus sicherer Höhe durchdringen
hochfrequente Wärmewellen die Luft ohne sie zu erwärmen und sorgen
so zielgenau und energiesparend für Wärme. Pro IR-Heizstrahler ist eine
Fläche von rund 12 m² abgedeckt. Sie basieren auf einer vollkommen
emissionsfreien Technologie und belasten das Klima am Einsatzort weder
durch CO2 noch durch Stickoxid. Praktisch ist auch die Handhabung: Mit
einem dazugehörigen Dimmer lassen sich die 16 Heizstrahler IR Premium
2000 in drei Stufen regeln. www.MaxMoritz-Bier.de Fotos: Stahl
Wäschereimaschinen, AEG Haustechnik E 44 in guter Streich muss etwas
Einmaliges sein originell und unerwartet, damit Tunichtgut und
,,Bestreichte" am Ende gemeinsam über den Schabernack lachen. Einer
seiner besten Streiche ist Gastronom Klaus Stadler und Braumeister
Joachim Nusser im Februar 1994 gelungen, als sie auf einem ehemaligen
Bauerngut in Kressbronn die Brauerei-Gaststätte Max & Moritz
eröffneten. ,,Unser Brauerei-Gasthaus sollte etwas ganz Besonderes sein
und besonders 4/2011
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 45
MARKT & TREND Software-Geburtstag: Gubse hatte zum 25. Geburtstag
eingeladen, über 100 Gäste kamen zu Chefkoch Kolja Kleeberg ins
Restaurant Vau nach Berlin. Geburtstag hatte die Hotelsoftware Sihot,
ein integriertes System von 16 Modulen, das von der Buchung über das
Einchecken bis hin zur Durchführung von Veranstaltungen das gesamte
Hotelgeschehen abdeckt. Derzeit arbeitet man bei der Software unter
anderem an einer webbasierten Oberfläche und der Weiterentwicklung von
Schnittstellen, z. B. zu SAP und zum Channel Manager. www.sihot.com
Fotos: Stöckel Söhne, Manzke Beton, Mineralbrunnen Überkingen-Teinach,
Lusini, Solicut, AEG Haustechnik, Gubse Kleiner Wasserversorger Der neue
Klein-Durchlauferhitzer MTE von AEG Haustechnik ermöglicht den
ständigen Zugriff auf Warmwasser auf kleinem Raum. Ein
verkalkungsunempfindliches Blankdrahtsystem sorgt für die
sekundenschnelle Aufheizung während das benötigte Wasser durchfließt.
Das wandhängende Gerät misst 19 x 16,5 x 8,2 cm, verfügt über einen
Einstellbereich von 30 bis 50°C und spart gegenüber herkömmlichen
5-l-Speichern bis zu 66 % Energie und bis zu 50 % Wasser.
www.aeg-haustechnik.de Neues Sicherheitskonzept: Der Hotelier Bernd
Reutemann vom Hotel Bischofschloss in Markdorf am Bodensee hat zusammen
mit KraftCom eine Bildsoftware zur Diebstahlsicherheit entwickelt, die
den Gast an der Rezeption mittels eines Bildes vom Einchecken
identifiziert. Damit sieht der Rezeptionist, ob der richtige Gast den
Schlüssel abholt und schließt so eine Ausgabe an Unbefugte aus. Nach der
Abreise wird sein Bild gelöscht. www.kraftcom.de Markenerlebnisse:
Afri, Staatl. Fachingen und Niehoffs Vaihinger sind die drei nationalen
Leitmarken der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG. Die auf dem Markt
etablierte Kultmarke Afri-cola feiert in diesem Jahr ihren 80.
Geburtstag, das Premium-Mineralwasser Staatl. Fachingen setzt mit der
Design-Flasche edle Akzente. Niehoffs Vaihinger steht für exklusive
Partnerschaften mit der Gastronomie und Hotellerie.
www.mineralbrunnen-ag.de Messer mit Balance: Die aus einem Stück
rostfreiem ChromMolybdän-Vanadium-Stahl geschmiedete Küchenmesserserie
First Class von Solicut ist gradlinig geformt und sorgt mit doppeltem
Kropf für eine gute Balance. Alle SolicutMesser werden fachgerecht
geschliffen und von Hand geschärft. Die Kunststoff-Griffschalen sind mit
drei Nieten unlösbar montiert, zusätzlich hermetisch abgedichtet und
somit auch spülmaschinengeeignet. www.solicut.de Clever portionieren:
Stöckel Söhne stellt den neuen Profi-Eis-Portionierer Modell E vor, der
in 20 Größen verfügbar ist, über eine Schale aus Edelstahl mit
keramischer Antihaftbeschichtung sowie einen ergonomischen
Kunststoffgriff verfügt. Zur gründlichen Reinigung aller Portionierer
von Innen und Außen eignet sich die Stöckel-Portionierer-Dusche.
www.stoeckel-soehne.de Erfolgreich in den Frühling: Lusini, das vor
wenigen Monaten gestartete Gastro-Portal im Internet, bietet nun auch
ein kostenloses Print Magazin ,,Lusini.de" mit branchenspezifischen
Themen. Vorgestellt werden darin neben neuen Produkten, Ideen und Trends
auch News und Informationen zu Technik und Ausstattung sowie Marketing
und Betriebsführung. Mit praxistauglichen Marketingideen für das
perfekte Menü kommen im Lusini-Magazin auch Experten wie Sternekoch
Patrick Coudert zu Wort, der in seiner Kolumne aktuelle Themen aus der
Welt der Kochkunst aufgreift. www.lusini.de Natürlich baden: Schwimm-
und Badeteiche setzt der Landschaftsplaner Guido Manzke von Manzke Beton
architektonisch um. Ob organisch geschwungen oder geometrisch die
Form kann individuell bestimmt und durch Extras wie Gegenstromanlage
oder Unterwasser-Scheinwerfer ergänzt werden. Zudem sind abgestufte
Bachläufe mit Pflanzen möglich. Der Einstieg erfolgt z. B. über
Granitsteinstufen, oder Badeleitern. www.manzke-schwimmteiche.de 4/2011
45
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 46
Individuell gemeinsam Kooperationen obliegt es nicht nur, ihre
Mitglieder zu schulen, sondern auch eine quasi-pädagogische
Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Akzent Hotels haben daher einen
individuellen Beratungstag vor Ort eingeführt, den jedes Mitglied
regelmäßig abrufen kann. A ls Ergänzung zu den Schulungsprogrammen,
Seminaren und Workshops, an denen allein 2011 über 700 Mitarbeiter und
Inhaber der Akzent Hotels teilgenommen haben, behandelt der individuelle
Beratungstag vor Ort Themen aus den Bereichen Marketing und Sales, den
iiQ-Check, die Q-Akademie, Social Media, Hotel-Websites, SEO/SEM,
Tagungsangebote, Gruppenreisen, Mitarbeiter-Coaching oder einen
Printmedien-Check. Er umfasst ein Zeitbudget von sieben Stunden und wird
von den Mitarbeitern der Kooperationszentrale kostenfrei für das
anfordernde Hotel vor Ort geleistet. Die Hotels haben im
Drei-JahresRhythmus einmal die Möglichkeit, einen thematisch individuell
zusammengestellten Beratungstag abzurufen. Gleichzeitig checkt die
Zentrale in diesem Rahmen intern, ob das Mitgliedshotel die
Qualitätsvorgaben im Bereich der Hardware einhält und fertigt einen
entsprechenden Report für das Hotel. 4/2011 Der Hotelzusammenschluss zu
einer Gruppe Gleichgesinnter versteht sich wegen der gemeinsamen
Interessen als Einheit und handelt als solche. Insofern unterliegt sie
sozialpsychologischen Erkenntnissen der Gruppendynamik, die das
Verhalten von jedem Mitglied hinsichtlich seines Rollenverständnisses
und Engagements sowie seiner Vorstellung innerhalb der Hierarchie
analysiert. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich ein Mitglied mehr
einbringt als andere. Die Akzent Hotels wollen mit dem neuen Angebot
zum einen dem persönlichen Rollenverständnis der Mitglieder und ihrem
Engagement entsprechen. Zum anderen sollen die grundsätzlichen Ziele
einer Kooperation nicht nur zum Anliegen einer Minderheit werden. Das
würde die Ziele in ihrer Gesamtheit gefährden, gerade die elementare
Aufgabe, ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau jeder Dienstleistung
im Hotel zu erhalten. Über die Möglichkeit von Schu- AKZENT Hotels e.V.
Brüggemannstraße 1 · 38640 Goslar Tel.: (05321) 75 91 40 www.akzent.de,
info@akzent.de www.hotelkooperation.de 46 Foto: MEV-Verlag lungs- und
Qualitätsmanagement-Programmen hinaus wollen die Akzent Hotels mit ihren
Mitgliedern noch enger, aktiver und maßgeschneiderter zusammenarbeiten.
Auf dem Gesamtkatalog des neuen Beratungstags stehen daher Angebote für
einen Zeitraum von über 20 Stunden. Jedes Mitglied kann auch weitere
Beratungstage wahrnehmen, wenn es sich in vertretbarem Maße am
zusätzlichen Kostenaufwand beteiligt. So ist der individuelle
Beratungstag vor Ort auch eine Motivationshilfe z. B. zur Nutzung des
iiQ-Checks, zur aktiven Teilnahme an der Q-Akademie und auch dazu, den
Kerngedanken einer Kooperation nicht aus dem Blick zuverlieren, sondern
gemeinsam und überzeugend zu vertreten.
eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 47
KARRIEREN Mitmenschen Lukas Tröger Lukas Tröger hat die Leitung der
Verkaufsregion Süd-West von Frima Deutschland übernommen und betreut die
Großräume Freiburg, Stuttgart und Mannheim. Andreas Conrad Isabella
Hren, Martin H. Lachout Der Aufsichtsrat der Vienna International
Hotelmanagement AG hat die Verträge der zwei Vorstandsmitglieder
Isabella Hren und Martin H. Lachout verlängert. Markus Schreyer Armin
Schroecker, Spiridon Sarantopoulos, Franco Peruza Direktionswechsel im
Grandhotel Steigenberger Frankfurter Hof: Armin Schroecker (1. F.) ist
der neue Direktor. Sein Vorgänger, Spiridon Sarantopoulos (2. F.), hat
nun die Direktion des Steigenberger Grandhotel Petersberg inne. Zum
1.3.2011 wurde das Business Development Team der Steigenberger Hotel
Group um Franco Peruza (3. F.) als Hotelentwickler für Süd-Ost-Europa
verstärkt. Ralf Ahamer Der Aufsichtsrat der Hotel.de AG hat den
37-jährigen Ralf Ahamer mit Wirkung zum 1.5.2011 zum neuen Vorstand für
die Bereiche Marketing und Produktmanagement bestellt. Bernhard M. Maier
Andreas Conrad, Vorsitzender der Geschäftsführung von ReweFoodservice,
verlässt auf eigenen Wunsch zum 30.4. das Unternehmen. Die
Geschäftsführung besteht ab 1.5. aus Frank Seipelt und Thomas
Wallrabenstein. Claus Winhard Claus Winhard, Senior Sales Manager bei
Samsung Electronics, übernimmt vorerst die Aufgaben von Sebastian
Baumeister, Account Manager CE, der das Unternehmen verlassen hat. David
Böttcher Seit 1.4.2011 ist Markus Schreyer der Regional Director of
Sales East & Central Europe in Wien. Der 38-Jährige zeichnet für
alle Sales-Aktivitäten von Starwood Hotels & Resorts in Mittel- und
Osteuropa verantwortlich. Markus Elberg, Max Boller Seit Anfang März
leitet Bernhard M. Maier (F.) als Cluster Küchendirektor die Küchenteams
des Westin Grand München und des Sheraton München Arabellapark. Er löst
Wilhelm Ehrenfelder ab, der in Ruhestand geht. Martin Roßmann Seit
Februar ist Markus Elberg (42, F.) der neue General Manager von Janny's
Eis Franchise. Geschäftsführer ist Max Boller (53), der auch die
Geschäftsführung von Nestlé Schöller inne hat. Daniel Roth, Jan-Peter
Beierlein Seit 1.1.2011 ist Martin Roßmann der neue Direktor im Hotel
Bielefelder Hof in Bielefeld. Im November wurde das ehemalige Mövenpick
Hotel Bielefeld durch die Betreibergesellschaft RIMC übernommen. Corinna
Siebrecht Die Position der Business Development Managerin der Event
Hotels hat Corinna Siebrecht (37) übernommen. r! t e er tz ss tiv Je be
ma ch for no in d un Der neue Direktor des Hotel am Schloss Ernestgrün
in Neualbenreuth heißt David Böttcher. Der 29-Jährige war dort bereits
von 2005 bis 2009 als gastronomischer Leiter bzw. Betriebsleiter tätig.
Andreas Westerburg Andreas Westerburg (43) leitet ab sofort den Vertrieb
für Hilton Worldwide sowohl in Deutschland als auch Österreich und in
der Schweiz. Carsten Ritter Seit Jahresbeginn verstärkt Daniel Roth (28,
F.) das Verkaufsteam des Swissôtel Düsseldorf in der Position des
Junior Sales Manager. Sales Manager ist Jan-Peter Beierlein (37). Marko
Achilles Informieren Sie sich täglich auf gastroinfoportal.de über
Neuigkeiten und Nachrichten aus Ihrer Branche. Newsletter aboninieren
RSS Feeds Seit Mitte Februar diesen Jahres hat Marko Achilles die
Direktion des Romantik Hotel Lindner in Bad Aibling inne. Zuletzt war er
in leitender Position für die Accor Hotellerie tätig. Gregory Maliassas
Schneller zum Thema mit der übersichtilichen Navigation Immer aktuell
Dyson Deutschland hat Carsten Ritter, Director Commercial Business,
kürzlich Prokura verliehen. Volker Stühmeier Die Melitta
Unternehmensgruppe Bentz KG hat Volker Stühmeier (F.) in die
Unternehmensleitung aufgenommen. Er arbeitet an der Seite von Dr.
Stephan und Dr. Thomas Bentz. Gregory Maliassas hat im März die Position
des Area General Manager Sofitel Germany & Austria übernommen
zugleich ist er auch der neue General Manager des Sofitel Munich
Bayerpost. Jochen Thraede gastroinfoportal.de ist unsere virtuelle
Fachzeitschrift für den Außer-Haus-Markt in Ergänzung unserer
Fachmagazine Fa Service für Sie bei der Suche nach Produkten,
Lieferanten etc. as tro no m ie k o n z e pte ru n du m und unserer
Sonderpublikationen Der neue Verkaufsdirektor Touristik der Welcome
Hotels heißt Jochen Thraede (41). Zuletzt war er als Verkaufsdirektor
für das Welcome Hotel Darmstadt tätig. ie d Uh Gastlichkeit Stunden r
B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG ch m ag a z i n für m o d
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eMag: FIRST CLASS 04/2011 Seite 48
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